Monthly Archives: September 2017

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Frida Kahlo und Diego Rivera zu Gast in Poznań

Frida Kahlo. Selbstbildnis als Tehuana oder Diego in meinen Gedanken , 1943 Öl auf Holzfaserplatte 76×61 cm The Jacques and Natasha Gelman Collection of Mexican Art, the Vergel Foundation and the Tarpon Trust © 2017 Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust, Mexico, D.F. / Artists Rights Society (ARS), New York

Ausstellung zeigt Verbindungen des Künstlerpaars nach Polen auf

„Frida Kahlo und Diego Rivera im polnischen Kontext“ ist eine Ausstellung überschrieben, die vom 28. September 2017 bis zum 21. Januar 2018 in der westpolnischen Metropole Poznań (Posen) zu sehen ist. Es ist die erste umfangreiche Werkschau des mexikanischen Künstlerpaares in Polen. Im Kulturzentrum Zamek im einstigen Schloss von Kaiser Wilhelm II. sind insgesamt 28 bekannte Werke von Frida Kahlo sowie zehn Arbeiten von Diego Rivera zu sehen.  

Der „polnische Kontext“ bezieht sich auf die enge Verbindung von Kahlo und Rivera zu zwei polnischstämmigen Künstlern. Die Malerin Fanny Rabel, die 1922 unter dem Nachnamen Rabinovich als Tochter einer jüdischen Schauspielerfamilie in Polen geboren wurde und später nach Mexiko zog, war einst Schülerin von Frida Kahlo. Als Assistentin von Diego Rivera beteiligte sie sich an einigen seiner berühmten Wandmalereien, den Murales, setzte später eigene Projekte um und gilt als erste weibliche Wandmalerin in Mexiko. Von der 2008 gestorbenen Künstlerin sind insgesamt 60 Arbeiten in Poznań zu sehen.

Bernice Kolko, 1905 geboren, emigrierte 1920 mit ihrer Familie in die USA. Die ehemalige Fotografin der US-Armee begann 1951 ein Projekt über Frauen in Mexiko. Dabei lernte sie Kahlo und Rivera kennen und stand besonders Frida Kahlo in den Jahren vor ihrem Tod sehr nah. Von ihr stammen eine Reihe von sehr persönlichen Aufnahmen von der mexikanischen Malerin. Doch sie hielt auch den Alltag im Land fest. Insgesamt 80 Fotografien von Bernice Kolko werden in Poznańzu sehen sein.

Die Ausstellung nimmt auch an anderer Stelle Bezug auf Polen. Bereits 1955 waren dort Arbeiten von Frida Kahlo und Diego Rivera in einer Gemeinschaftsausstellung über mexikanische Kunst zu sehen. Ausgestellt wurde unter anderem Frida Kahlos größtes und ungewöhnlichstes Selbstporträt mit dem Titel „Der verwundete Tisch“. Sie hatte es 1939 zur Zeit ihrer Scheidung von Diego Rivera gemalt. Das Gemälde sollte von Polen in die Sowjetunion gebracht werden, ist aber auf dem Weg nach Moskau verschwunden und seitdem nicht wieder aufgetaucht. Im Kunstzentrum Zamek wird ein Raum der damaligen Ausstellung nachgebildet und auch das verschwundene Bild visualisiert.

Kuratorin der Ausstellung ist die Berliner Kunsthistorikerin Helga Prignitz-Poda, Mitherausgeberin des Werkverzeichnisses von Frida Kahlo. Geöffnet ist die Ausstellung dienstags bis sonntags von 12 bis 20 Uhr, der Eintritt beträgt 25 Złoty (ca. 6 Euro).

Infos unter www.ckzamek.pl
Informationen zu Reisen nach Polen beim Polnischen Fremdenverkehrsamt www.polen.travel

Willkommenszentrum

Ab dem 14.9. gibt es im Willkommenszentrum Berlin ein spezielles Beratungsangebot für polnische Zuwanderinnen und Zuwanderer.

Eine Beraterin des EURES-Netzwerks ist jeden zweiten Donnerstag jeweils von 10 bis 17 Uhr vor Ort und unterstützt – in polnischer Sprache – bei der Job- und Ausbildungsplatzsuche sowie bei der Erstellung von Bewerbungen.

Die Termine: 14.09., 28.09.,12.10., 26.10., 09.11., 23.11. und 07.12..

Die Beratung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Willkommenszentrum befindet sich in der Potsdamer Straße 65, unsere Kontaktdaten lauten:

Tel.: 030-9017 2326
Mail: willkommenszentrum@intmig.berlin.de

https://www.berlin.de/willkommenszentrum/ (die einzelnen Rubriken unsere Website sind übrigens auch in polnischer Sprache verfügbar, z.B. die Rubrik Arbeit und Bildung: https://www.berlin.de/willkommenszentrum/pl/krok-4-praca-i-edukacja/)

Seminar zum Jugendaustausch

Das Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e.V. veranstaltet vom 24. bis 27. November 2017 ein Seminar für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren des Jugendaustausches in Bad Bevensen (bei Hamburg).

Thema
Was heißt demokratischer Jugend- bzw. Schüleraustausch? Welche Möglichkeiten gibt es für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Teilnehmende, Austauschprojekte demokratisch und partizipativ zu gestalten? Und was hat solch eine Herangehensweise mit Demokratie und politischem System zu tun? Nach Antworten auf diese und andere Fragen wird gemeinsam mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Deutschland und Polen während des Seminars gesucht. Darüber hinaus wird es die Möglichkeit geben, bisherige Erfahrungen zu reflektieren und sich über Methoden zum Thema Partizipation und Demokratie auszutauschen.

Methoden
Methodische Grundlage des Seminars stellt das Demokratieprogramm Betzavta-Miteinander dar. Mit Hilfe erfahrungsorientierter Übungen können Multiplikatorinnen und Multiplikatoren  ihre eigene Einstellung zur Demokratie und Partizipation reflektieren und diese Erfahrung anschließend auf die Arbeit mit Jugendlichen übertragen. Das Seminar wird durch Inputs u.a. zum Thema Partizipation sowie durch Integrationsmethoden für deutsch-polnische Jugendbegegnungen ergänzt.

Mehr Informationen zum Demokratieprogramm Betzavta-Miteinander finden Sie auf der Seite des Centrums für angewandte Politikforschung.

Zielgruppe
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Lehrkräfte, die im deutsch-polnischen Jugend-/Schüleraustausch engagiert sind und nach neuen Inspirationen und Methoden für die Austauschgestaltung suchen.