Yearly Archives: 2017

Ungewöhnlicher Schwarzbau

Auf der Holzkirchen-Route im Bieszczady-Gebirge

Eigentlich ist die Holzkirchen-Route im Bieszczady-Gebirge, ganz im Südosten Polens im Dreiländereck Polen-Ukraine-Slowakei, bekannt für seine alten griechisch-orthodoxen Holzkirchen. Aber die traditionelle Materialauswahl führen auch immer wieder zu neueren Gotteshäusern. So zu diesem eigentlich illegal entstandenen Kirchenbau.
Eine ungewöhnliche Kirche mit einer noch ungewöhnlicheren Geschichte. In den siebziger Jahren strebten die Gläubigen in Nowosiółki Dydyńskie (im Südosten der Wojewodschaft Podkarpackie, nahe der Ukrainischen Grenze) eine Baugenehmigung für ihre neue Kirche erfolglos an. Schließlich beschlossen sie, die Kirche ohne Genehmigung zu bauen. Zuerst wurde das für den Kirchenbau bestimmte Grundstück mit Mais bepflanzt, und als dieser gewachsen war und das Gelände von der Seite der Straße abschirmte, wurden heimlich Fundamente gegossen. Vorbereitet wurden ebenfalls sämtliche Teile der Holzkonstruktion. In einer einzigen Nacht, vom 2. auf den 3. August 1975, wurde unter Einsatz von Menschen aus der gesamten Pfarrgemeinde die Kirche fertiggestellt. Der Behörde, die die Baugenehmigung verweigert hatte, blieb angesichts der vollendeten Tatsache nichts anderes übrig, als diese zur Kenntnis zu nehmen. Mittlerweile wurde die Kirche schon einmal renoviert. Zur Erinnerung an die Baugeschichte schmücken ihre Innenwände Motive von Maiskolben.

Werbung für Green Velo

Wie eine riesige Zigarre sieht das mobile 5-D-Kino aus, in dem Polen auf dem Umweltfest im Juni in Berlin für den neuen 2.000 Kilometer langen Radweg Green Velo warb. Sechs Personen finden in dem Gefährt Platz. Sie konnten dort bei freiem Eintritt und mit allen Sinnen die Highlights des neuen Fernradwegs genießen, der durch fünf östliche Woiwodschaften führt. Auf der Leinwand erleben sie die Tour durch zauberhafte Naturlandschaften, bewegliche Sitze vermitteln ihnen das Gefühl, selbst auf einem Fahrrad zu sitzen, während ringsum Nebel aufsteigt. Der längste Radfernweg Polens wurde Anfang 2016 eröffnet. Beim Green Velo ist der Name Programm, denn die Strecke führt überwiegend durch unberührte Natur im dünn besiedelten Osten Polens. Er durchquert allein fünf Nationalparks sowie zahlreiche weitere Naturschutzgebiete. Informationen über den Radweg und die touristischen Höhepunkte in deutscher Sprache sowie detailliertes Kartenmaterial gab es am Stand des Green Velo natürlich auch. Infos: www.greenvelo.pl und www.polen.travel

Szczecin ist vier Tage Segelhauptstadt

Vom 5. bis 8. August 2017 ist Szczecin (Stettin) erneut Gastgeber des Finales der baltischen Tall Ship Races. 70 Tallships (Großsegler) haben ihre Teilnahme bereits zugesagt, hinzukommen die Yachten und Segelschiffe unzähliger Hobbykapitäne.

ACHTUNG Problem Zugrückreise am 6.8. hier aktuelle Infos

Die diesjährige Regatta führt in der ersten Etappe von Halmstadt in Schweden zum finnischen Kotka, anschließend bei einer gemeinsamen Fahrt weiter nach Turku. Dort schließt das 2. Rennen von Turku (Finnland) nach Klaipėda (Litauen) an. Den Abschluss bildet das 3. Rennen mit dem Zielhafen Stettin
Stettin erwartet über 2 Millionen Besucher, die sich dieses maritime Großereignis nicht entgehen lassen wollen. Die Stadt an der Oder wird vorrübergehend zum Zentrum der traditionellen Segelwelt. Rund um das Segelevent wird den Besuchern ein vielseitiges Rahmenprogramm geboten, von Konzerten und Ausstellungen, über ein Sambafestival bis zu einem Sandskulpturenfestival oder einem Segelfilmfestival.

Beim Jahrmarkt unter Segeln kann der Gast in die Zeit der Wikinger eintauchen oder Köstlichkeiten der traditionellen polnischen Küche ebenso wie ökologisches Essen oder internationale Speisen kosten und manch maritimes Souvenir ergattern. Für ein Kinderprogramm und Sportprogramm ist ebenso gesorgt.
Die eigentlichen Hauptdarsteller bleiben aber die Großsegler und ihre Mannschaften: Das Stadtbild wird für vier Tage von munteren jungen Seeleuten in ihrer Seemannskluft und hunderten Schiffsmasten, die an den Ufern der Oder stolz in den Himmel ragen, geprägt.
Am 5. August wird ab 08:00 Uhr der Einlauf der Segler erwartet, den besten Ausblick bieten die Hakenterrassen (Wały Chrobrego). Besonders die größten Segler (Regattaklasse A) beeindrucken schon von Ferne: Das weltweitgrößte traditionelle Segelschiff die Sedov (Kaliningrad) verfügt bei einer Länge von 117,5m über 4192 qm Segelfläche. Polen ist mit der Dar Młodzieży (108,8m lang/ 3015 qm Segel) und der Fryderyk Chopin (50,5m/ 1225 qm) und Deutschland mit der Roald Amundsen (50 m, 850qm) in der Klasse A vertreten.
Am Sonntag, 6. August marschieren die Mannschaften der Segelschiffe und Yachten, die an der Regatta beteiligt sind in einer Parade der Schiffsmannschaften durch die Straßen Stettins.
Täglich sind einige Schiffe für interessierte Besucher geöffnet. Und wer selbst einmal für ein paar Tage Seemann sein will, findet vielleicht noch eine Koje auf einem Großsegler und kann beim Auslaufen am 8. August bereits selbst als Trainee zu einem kleinen Ostseetörn anheuern.
Informationen zu den Tall Ship Races unter www.tallships.szczecin.eu und
www.sailtraininginternational.org

Haltestelle Woodstock gefährdet

Haltestelle Woodstock

Haltestelle Woodstock (polnisch Przystanek Woodstock) ist ein alljährlich Anfang August im polnischen Kostrzyn nad Odrą (Küstrin an der Oder) stattfindendes Rockfestival. Es steht unter dem Motto „Liebe, Freundschaft und Musik“ und findet regelmäßig seit 1995 statt. 2014 hatte das Festival 750.000 Besucher. Aber auch in den letzten Jahren bei schlechtem Wetter waren mindestens 450.000 da. „Haltestelle Woodstock“ gehört damit zu den größten kostenlosen Festivals Europas. Neben vielen polnischen Bands treten auch einige internationale Headliner wie Mando Diao oder Amon Amarth auf. Auch Die Toten Hosen, The Prodigy und Ugly Kid Joe waren schon dabei. Weiterhin stellen sich im Zelt der Akademie der wunderschönen Künste bekannte Persönlichkeiten den Fragen der Festivalteilnehmer. 2009 etwa Lech Wałęsa, 2012 Joachim Gauck und Bronisław Komorowski sowie 2013 der Musikmanager Peter Jenner.Und es ist „umsonst und draußen“. Das Festival wird nur von Spenden und Sponsoren finanziert  Die Geschichte des Festivals (siehe unten) ist die einer sozialen Aktion.

Jetzt gibt es Druck der polnischen Regierung gegen das Festival. Innenminister Mariusz Blaszczak sieht eine erhöhte Terrorgefahr in diesem Jahr – weil das Festival so nahe an der deutschen Grenze stattfinde, sei es nicht ausgeschlossen, dass Islamisten nach Polen einreisen. Auf Twitter legte PiS nach. „Wollt ihr wirklich ein Festival auf polnischem Boden, bei dem muslimische Migranten teilnehmen?“, fragt die Partei in einem Tweet

Das Rockfestival entstand mit der Idee, sich bei allen Menschen, die jedes Jahr in Polen im Januar engagiert bei der Sammlung von Spenden für Kinderkrankenhäuser mithelfen, zu bedanken. Es wird von der Stiftung Wielka Orkiestra Świątecznej Pomocy organisiert. Diese Stiftung übernimmt ebenfalls die Kosten für das gesamte Event.

Das große Orchester der Weihnachtshilfe (Polnisch Wielka Orkiestra Świątecznej Pomocy, WOŚP) ist eine große nichtstaatliche Wohltätigkeitsorganisation in Polen. Es wurde 1993 von Jerzy Owsiak, Lidia Niedźwiedzka-Owsiak, Bohdan Maruszewski und Piotr Burczyński gegründet.
Jeden ersten oder zweiten Sonntag im neuen Jahr beginnt das Orchester das große Finale seiner Aktion. Den ganzen Tag sammeln über 120.000 Freiwillige im ganzen Land Geld für die medizinische Versorgung (v. a. Geräte) von bestimmten Gruppen von Kranken (Anfangs vor allem Kinder, später auch Senioren). Jedes Jahr werden die Gelder für einen anderen Zweck gespendet. Alle Menschen, die Geld gespendet haben, bekommen zum Dank ein großes rotes Herz (Aufkleber). Des Weiteren werden in Begleitaktionen Gegenstände versteigert, die oft von prominenten Persönlichkeiten (Musiker, Politiker, Schauspieler, Geistliche) gespendet wurden.

Die Geldsammlung findet auch bei polnischen Auswanderern an verschiedenen Orten im Ausland statt.
Bis 2016 (neue Regierung) wurde die Spendenaktion von den Behörden, vom öffentlichen Rundfunk und Fernsehen sowie von der Armee unterstützt. Die Spendenaktion am 15. Januar 2017 fand zum ersten Mal ohne diese Hilfe statt. Trotzdem brachte die Spendenaktion wieder eine Rekordsummme. Insgesamt wurden bislang über 100 Millionen Zloty (rund 25 Millionen Euro) gesammelt.
Das Orchester organisiert auch jedes Jahr im August das Rockfestival Haltestelle Woodstock, um sich bei allen Menschen, die bei dem Finale des Orchesters mitgeholfen haben, zu bedanken.

Eintauchen in die Geschichte Osteuropas

Europa entdecken bei zwei Studienreisen nach Vilnius, Riga und Warschau.

Europa ist nach dem jüngsten Bericht der Europäischen Tourismus
Kommission die meist besuchte Urlaubsregion der Welt. Wer sein Hintergrundwissen über
lebendige Hauptstädte in Europa vertiefen möchte, sollte sich jetzt seinen Platz sichern bei
zwei Studienfahrten des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks e.V. in Dortmund.
Für die Studienfahrt nach Vilnius und Riga vom 20. bis 27. September 2017 und für die
Studienfahrt nach Warschau vom 29. September bis 3. Oktober 2017 sind noch wenige Plätze
frei.
In Vilnius und Riga begibt sich die Reisegruppe auf eine besondere Suche nach Spuren
jüdischen Lebens und taucht tief ein in die wechselvolle Geschichte der beiden Städte: Vilnius
im katholisch geprägten Litauen wurde einst das „Jerusalem des Nordens“ genannt. Doch
ebenso wie in Riga, der Hauptstadt des Nachbarlandes Lettland, wurde die jüdische
Bevölkerung nach 1941 durch die deutsche Wehrmacht, die SS und teilweise auch
einheimische Helfer systematisch verfolgt und in hoher Zahl ermordet. Die früheren Ghettos
und die Gedenkstätten sind deshalb wichtige Ziele der Studienreisenden. Ein Höhepunkt der
Studienfahrt dürfte ein Zeitzeugengespräch mit Fania Brancovskaja sein, die als Jüdin verfolgt
wurde und im Widerstand aktiv war. Auf dieser Reise in die Geschichte der Städte öffnet das
IBB auch die Pforten zum früheren KGB-Haus, zum jüdischen Museum in Vilnius und zum
Okkupationsmuseum in Riga. Die Studienfahrt ist in Nordrhein-Westfalen und Hessen als Bildungsurlaub anerkannt.

Warschau. Skyline mit Kulturpalast.                                                                                         Foto: IBB e.V.

In die Geschichte tauchen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch bei der zweiten
Studienfahrt ein, für die noch Anmeldungen möglich sind: Warschau, die Hauptstadt Polens,
steht regelrecht als Sinnbild für immer wiederkehrende Fremdherrschaft, für Zerstörung, aber
auch für Wiederaufbau und politische Veränderungen. Und so streift die Studienfahrt
unterschiedliche Epochen der Stadtgeschichte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgen
geschichtlichen Spuren unter anderem entlang der Königsroute und kommen auch ins
Gespräch mit heute engagierten Warschauer Bürgerinnen und Bürgern.

Beide Reisen werden als Flugreisen ab Dortmund bzw. Düsseldorf durchgeführt. Informationen, Preise etc. sind über das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. zu erfahren: www.ibb-d.de zu erfahren. Das IBB ist zertifizierter Träger der Erwachsenenbildung und der politischen Bildung sowie anerkannter Träger der Jugendhilfe. Das IBB Dortmund betreibt zusammen mit belarussischen Partnern die Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ in Minsk.

Umleitung Berlin-Warszawa-Express

Für Fahrgäste des beliebten Eurocity Berlin-Warszawa-Express, der beide Hauptstädte verbindet, gibt es eine Reihe von baubedingten Umleitungen.

Noch bis Donnerstag, 11. Mai, 4.00 Uhr sowie von Freitag, 12. Mai, 22.00 Uhr bis Sonntag, 14. Mai, 12.00 Uhr beginnen/enden die Züge abweichend in Berlin-Gesundbrunnen und werden über Berlin-Lichtenberg (zusätzlicher Halt) umgeleitet. Die Halte in Berlin Hbf und Berlin Ostbahnhof entfallen.

Die gleiche Regelung gilt auch von Freitag, 19. Mai, 22.00 Uhr bis Montag, 22. Mai, 4.00 Uhr, von Freitag, 14. Juli, 22.00 Uhr bis Sonntag, 16. Juli, 22.30 Uhr, von Samstag, 22. Juli, 13.00 Uhr bis Sonntag, 23. Juli, 16.45 Uhr sowie von Freitag, 4. August, 22.00 Uhr bis Montag, 7. August, 4.00 Uhr.

Da diese Daten jedoch ständig aktualisiert werden, wird empfohlen, sich aktuell bei der Deutschen Bahn (www.bahn.de) zu informieren.

UMLEITUNG ÜBER GNESNO

Ab Sommer (genaues Datum liegt uns noch nicht vor) wird der Zugverkehr dann zusätzlich  über Gnesno und Kutno (anstatt über Konin) umgeleitet. Dies führt zu einer Fahrtverzögerung.

Deutsch-polnisch-ukrainischen Umwelt -und Energiekongress

Deutsch-polnisch-ukrainischen Umwelt -und Energiekongress
in Rzeszów / Südostpolen vom 18.05. – 21.05. 2017

Ziel des Kongresses ist der Austausch und der Wissenstransfer zu Energiefragen zwischen den Institutionen und zivilgesellschaftlichen Initiativen in Polen, der Ukraine und Deutschland sowie den Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Gesundheit.

Auf dem Kongress sollen die beteiligten Zielgruppen – Kommunen, Kirchen sowie Schulen und Universitäten – konkrete Projekte und Erfahrungen darstellen und es sollen Wege aufgezeichnet werden, wie Handlungsspielräume auf dem Weg einer ökologischen Erneuerung besser wahrgenommen und genutzt werden können.

Der Kongress kann Impulse zur Vernetzung der Akteure geben und soll zu weitergehenden Diskussionen und Projekten führen.

Veranstalter: Polnisch-Deutsche Gesellschaft (PDG) in Rzeszów und Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg (DPG)

Das ausführliche Programm hier zum Download.
Und hier das Anmeldeformular.

Teilnehmer gesucht

TEILNEHMER_INNEN FÜR EIN
TRINATIONALES THEATERPROJEKT GESUCHT
– Kommst du aus Deutschland, Polen oder Russland?
– Bist du zwischen 15 und 19 Jahre alt?
– Hast du Theatererfahrung?
– Bist du weltoffen, neugierig und interessierst dich für andere Länder, Kulturen und
Menschen?
– Fragst du dich, für welche Werte du auf- und einstehen würdest?
– Willst du an einem internationalen Projekt teilnehmen und auf der Bühne des Deutschen
Theaters in Berlin auftreten?
Wenn du diese Fragen mit „Ja” beantwortet hast, dann suchen wir dich!
Here.I.Stand ist ein Theaterprojekt für junge Leute aus Deutschland, Polen und Russland, das zum
500. Jahrestag der Reformation stattfindet. Damals hat sich Martin Luther gegen den Kaiser und
Papst gestellt. In Here.I.Stand geht es um all das, für das ihr euch einsetzen wollt. Das Projekt
findet im Jahr 2017 in Warschau, Sankt Petersburg und Berlin statt. Es besteht aus zwei
wesentlichen Teilen: drei Studienreisen und das gemeinsame Entwickeln eines Theaterstücks.
1. Studienreisen nach Warschau, Sankt Petersburg und Berlin
In Warschau, Sankt Petersburg und Berlin suchen die Teilnehmer_innen gemeinsam nach
Antworten auf die Fragen, welche Themen und Werte heutzutage für junge Menschen in den drei
Ländern wichtig sind. Was wollen wir verteidigen und wofür sind wir bereit zu kämpfen? Sie
beschäftigen sich mit Biographien von Menschen wie Martin Luther, Irena Sendler und Andrei
Sacharow, die ihre Prinzipien verteidigt haben, indem sie ihrem Gewissen gefolgt und nicht mit
dem Strom geschwommen sind.

2. Entwicklung einer Theaterstückes
Gemeinsam mit Regisseurin Uta Plate und Dramaturgin Birgit Lengers entwickeln die
Teilnehmer_innen ein Theaterstück, das am 31. Oktober 2017, 500 Jahre nach Luthers berühmtem
Thesenanschlag, am Deutschen Theater in Berlin Premiere feiern wird.
Für das Projekt werden 18 TeilnehmerInnen gesucht (6 aus jedem Land), die in Polen,
Deutschland oder Russland leben (vorzugsweise in Berlin, Warschau und Sankt Petersburg),
zwischen 15 und 19 Jahre alt sind, über gute Englischkenntnisse verfügen und
Theatererfahrung haben
Die Teilnahme an allen drei Treffen ist obligatorisch!
– Treffen in Warschau: 30. Juni – 09. Juli 2017
– Treffen in Sankt Petersburg: 27. August – 03. September 2017
– Treffen in Berlin: 18. Oktober – 03. November 2017
Die Projektsprache ist Englisch. Die Teilnahme ist kostenlos. Alle projektbezogenen Kosten (u.a.
Anreise, Unterbringung, Verpflegung, Visum) werden übernommen.
Wenn du dich für das Projekt anmelden möchtest, fülle bitte den Bewerbungsbogen unter
diesem Link aus: https://goo.gl/5KPMfu. Die Bewerbungsfrist endet am 07. Mai 2017. Eine
engere Auswahl wird im Mai zu einem Workshop eingeladen.
Wenn du Fragen zum Projekt oder zur Bewerbung hast, kontaktiere bitte den Projektmanager,
Grzegorz Szymanowski, unter der Email-Adresse: grzegorz.szymanowski@teltow-zehlendorf.de.

Neues Heft erschienen

Leider hat es wegen Krankheit in der Redaktion und technischen Problemen eine Verzögerung mit der Ausgabe April gegeben. Doch sie ist inzwischen ausgeliefert.  Wegen dieser Verzögerung können sie das Heft hier auch online lesen.

Ein Ständchen für Opole

„Hauptstadt des polnischen Liedes“ feiert 800 Jahre Stadtrechte

Romantisches Viertel Opoles „Venedig“. Foto: Klaus Klöppel

Die südpolnische Stadt Opole (Oppeln) feiert 2017 mit zahlreichen Veranstaltungen den 800. Jahrestag der ersten Stadtgründung. Zu den Höhepunkten zählt der Franziskanermarkt mit einer großen historischen Parade am 16. und 17. September 2017. Eine bunte Performance am 8. und 9. Juli am Oderufer widmet sich der Bedeutung des Flusses für die Entwicklung der Stadt. Geplant sind zahlreiche Konzerte, Ausstellungen und Theateraufführungen.

Opole gilt als „Hauptstadt des polnischen Liedes“, denn dort wird seit mehr als 50 Jahren das wichtigste Liederfestival des Landes veranstaltet und ein eigenes Museum widmet sich den polnischen Liedern in den vergangenen 100 Jahren. Dementsprechend wird auch das Festjahr 2017 mit viel Musik gefeiert. Wojtek Mazolewski, einer der bekanntesten Jazzmusiker Polens, wird eigens zum Stadtjubiläum einen Song über 800 Jahre Oppeln komponieren, der seine Premiere bei einem Konzert am 19. Mai im Nationalen Zentrum des Polnischen Liedes haben wird. Hip-Hop-Musik erklingt bei einem Festival vom 20. bis 22. Oktober.

Ein erster gesellschaftlicher Höhepunkt ist der karitative Ball des Stadtpräsidenten im Kongress- und Ausstellungszentrum Opole am 25. Februar. Dutzende von bunten Fesselballons sollen sich bei einem Festival vom 18. bis 21. Mai am Himmel über Opole zeigen. Weitsicht bietet auch der Blick vom Turm des Rathauses, der ab Mai an Wochenenden für Besucher geöffnet sein wird.

Als besonderes Geburtstagsgeschenk soll im Frühjahr die 50 Jahre alte Sport- und Veranstaltungshalle „Okrąglak“ nach einem kompletten Lifting wiedereröffnet werden. Sie wird mit moderner Technik ausgestattet und soll rund 3.600 Besuchern Platz bieten. Auch im Stadtbild soll das Jubiläumsjahr seinen Niederschlag finden. So informieren neue mehrsprachige Tafeln über wichtige Sehenswürdigkeiten oder bekannte Bürger der Stadt. Ein Modell zeigt die erste hölzerne Burg auf der Wyspa Pasieka (Pascheke-Insel), die dort im 9. Jahrhundert errichtet worden war. Ein neues Denkmal im Stadtzentrum soll an den Stadtgründer Kazimierz I. erinnern.

Ein Dokument zur ersten Stadtgründung existiert nicht mehr und so kann man heute nur vermuten, dass diese spätestens 1217 durch den Piastenherzog Kazimierz I. erfolgte. Doch bereits im Jahr 845 wurde erstmals eine Burg der Opolanen erwähnt, die sich vermutlich auf dem Gebiet der Oderinsel Wyspa Pasieka befand. Wie in ganz Schlesien wechselten sich auch in Opole die Herrscher ab. Die Stadt gehörte zunächst zum Reich der polnischen Piasten, später zu Böhmen, dem Habsburgerreich, zu Preußen und Deutschland und ist seit 1945 wieder polnisch. Opole zählt heute rund 120.000 Einwohner und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft.

Infos zum Programm unter www.opole800.pl Allgemeine Informationen über Reisen nach Polen beim Polnischen Fremdenverkehrsamt unter www.polen.travel