Yearly Archives: 2017

Neues Heft erschienen

Leider hat es wegen Krankheit in der Redaktion und technischen Problemen eine Verzögerung mit der Ausgabe April gegeben. Doch sie ist inzwischen ausgeliefert.  Wegen dieser Verzögerung können sie das Heft hier auch online lesen.

Ein Ständchen für Opole

„Hauptstadt des polnischen Liedes“ feiert 800 Jahre Stadtrechte

Romantisches Viertel Opoles „Venedig“. Foto: Klaus Klöppel

Die südpolnische Stadt Opole (Oppeln) feiert 2017 mit zahlreichen Veranstaltungen den 800. Jahrestag der ersten Stadtgründung. Zu den Höhepunkten zählt der Franziskanermarkt mit einer großen historischen Parade am 16. und 17. September 2017. Eine bunte Performance am 8. und 9. Juli am Oderufer widmet sich der Bedeutung des Flusses für die Entwicklung der Stadt. Geplant sind zahlreiche Konzerte, Ausstellungen und Theateraufführungen.

Opole gilt als „Hauptstadt des polnischen Liedes“, denn dort wird seit mehr als 50 Jahren das wichtigste Liederfestival des Landes veranstaltet und ein eigenes Museum widmet sich den polnischen Liedern in den vergangenen 100 Jahren. Dementsprechend wird auch das Festjahr 2017 mit viel Musik gefeiert. Wojtek Mazolewski, einer der bekanntesten Jazzmusiker Polens, wird eigens zum Stadtjubiläum einen Song über 800 Jahre Oppeln komponieren, der seine Premiere bei einem Konzert am 19. Mai im Nationalen Zentrum des Polnischen Liedes haben wird. Hip-Hop-Musik erklingt bei einem Festival vom 20. bis 22. Oktober.

Ein erster gesellschaftlicher Höhepunkt ist der karitative Ball des Stadtpräsidenten im Kongress- und Ausstellungszentrum Opole am 25. Februar. Dutzende von bunten Fesselballons sollen sich bei einem Festival vom 18. bis 21. Mai am Himmel über Opole zeigen. Weitsicht bietet auch der Blick vom Turm des Rathauses, der ab Mai an Wochenenden für Besucher geöffnet sein wird.

Als besonderes Geburtstagsgeschenk soll im Frühjahr die 50 Jahre alte Sport- und Veranstaltungshalle „Okrąglak“ nach einem kompletten Lifting wiedereröffnet werden. Sie wird mit moderner Technik ausgestattet und soll rund 3.600 Besuchern Platz bieten. Auch im Stadtbild soll das Jubiläumsjahr seinen Niederschlag finden. So informieren neue mehrsprachige Tafeln über wichtige Sehenswürdigkeiten oder bekannte Bürger der Stadt. Ein Modell zeigt die erste hölzerne Burg auf der Wyspa Pasieka (Pascheke-Insel), die dort im 9. Jahrhundert errichtet worden war. Ein neues Denkmal im Stadtzentrum soll an den Stadtgründer Kazimierz I. erinnern.

Ein Dokument zur ersten Stadtgründung existiert nicht mehr und so kann man heute nur vermuten, dass diese spätestens 1217 durch den Piastenherzog Kazimierz I. erfolgte. Doch bereits im Jahr 845 wurde erstmals eine Burg der Opolanen erwähnt, die sich vermutlich auf dem Gebiet der Oderinsel Wyspa Pasieka befand. Wie in ganz Schlesien wechselten sich auch in Opole die Herrscher ab. Die Stadt gehörte zunächst zum Reich der polnischen Piasten, später zu Böhmen, dem Habsburgerreich, zu Preußen und Deutschland und ist seit 1945 wieder polnisch. Opole zählt heute rund 120.000 Einwohner und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft.

Infos zum Programm unter www.opole800.pl Allgemeine Informationen über Reisen nach Polen beim Polnischen Fremdenverkehrsamt unter www.polen.travel

Museum des Zweiten Weltkriegs vor dem Aus?

Das Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig ist der PiS-Regierung in Warschau ein Dorn im Auge. Es zeigt nämlich die Geschichte des Krieges gänzlich unheroisch aus der Sicht der Zivilbevölkerung. Und „das stört die traditionelle Rechte am meisten“, sagt der Historiker Włodzimierz Borodziej in einem Beitrag des Deutschlandradio Kultur. Hören oder lesen Sie den Beitrag auf der Seite:

Deutschlandradio Kultur

Schuhe. Steine. Ich. – Reflexionen aus Auschwitz

Zum Auftakt der weltweiten Gedenkfeierlichkeiten aus Anlass des 72. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz und des 12. Internationalen Holocaust-Gedenktages zeigt das Internationale Auschwitz Komitee in Kooperation mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Oświęcim/Auschwitz die Ausstellung
Schuhe. Steine. Ich. – Reflexionen aus Auschwitz
Überlebende des Lagers und junge Besucherinnen und Besucher der Gedenkstätte – Auszubildende der Volkswagen AG und polnische Berufsschüler aus Bielsko-Biała – berichten aus unterschiedlichen Perspektiven über Erinnerungen und Erfahrungen in Auschwitz gestern und heute. Und sie benennen ihre Hoffnungen, Fragen und Erwartungen für heute und morgen.

Die Eröffnung der Ausstellung durch den Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und Vizekanzler Sigmar Gabriel und den Auschwitz-Überlebenden Prof. Felix Kolmer (Prag) findet am 25. Januar 2017 um 19:00 Uhr in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstraße 13-14, 10785 Berlin, 2. Etage, Saal B, statt.  (Anmeldung erforderlich).

Die Ausstellung ist bis 31. März zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen:
Mo – Mi, Fr 9 – 18 Uhr, Do 9 – 20 Uhr, Sa, So und Feiertags 10 – 18 Uhr. Eintritt frei.