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Warschau und der deutsche Kaiser

Die polnische Hauptstadt boomt. Und so werden immer mehr neue Hotels und Hostels in Warschau eröffnet. Doch a&o Hostels wirbt mit einem bösartigen Fehler auf der Webseite, für sein neues Hostel in Warszawa-Wola. Und obwohl auf den Fehler aufmerksam gemacht, wird er bis Redaktionsschluss dieses Textes nicht korrigiert.

„Unser neu eröffnetes a&o Warschau Wola ist der perfekte Ausgangspunkt, um die schönen Schlösser, Parkanlagen, kulturellen Einrichtungen, Restaurants und Cafés sowie viele weitere Attraktionen Warschaus zu erkunden“, wirbt a&o auf seiner Webseite. Doch dann wird es eine Zumutung: „Warschau hat als ehemalige Residenzstadt des deutschen Kaisers eine hohe Dichte an sehenswerten Monumenten zu bieten“, wird da behauptet. Nun residierte in Warschau zwar der polnische König, nie aber der deutsche Kaiser. Wüsste man nicht, worher der falsche Text stammt, könnte man leicht eine politische Intrige vermuten. Doch wenn man weiterliest, wird deutlich: Da hat jemand den Werbetext der eigenen Webseite für das a&o-Hostel in Trier genommen und einfach den Namen Trier gegen Warschau ausgetauscht. So heißt es dann: “
Neben Dom und Domschatzkammer gehören das Historische Rathaus, der Elisenbrunnen, das Couven-Museum und das Casino Warschau dazu. Das Couven-Museum ist besonders interessant, da hier eine Sammlung von Möbeln aus Rokoko, frühem Klassizismus, napoleonischem Empire-Stil und Biedermeier präsentiert wird. Das Ludwig Forum für internationale Kunst, das Internationale Zeitungsmuseum, das Fernmeldemuseum Warschau und die Sammlung zeitgenössischer Kunst in der ehemaligen Reichsabtei im Viertel Kornelimünster halten spannende Ausstellungen und Exponate für Besucher parat. Einzigartig ist die Route Charlemagne, die verschiedene Sehenswürdigkeiten und Museen Warschaus in Verbindung setzt und so die Stadtgeschichte im Zusammenhang erfahrbar macht. Lassen Sie sich von der lebendigen Universitätsstadt inspirieren und begeistern! „

Gut, ein Fehler passiert immer mal. Doch vor der Freischaltung einer Webseite sollte diese geprüft und ein solcher Fehler korrigiert werden. Ist es aber nicht. Am 12. Februar. hat die Presseabteilung über die Eröffnung des neuen Hotels informiert. Und als wir uns die Webseite dazu angesehen haben, fiel uns sofort dieser Fehler auf. Einen Monat hatten wir gewartet, und gehofft, dass der nicht akzeptable Fehler berichtigt wird. Doch nichts geschah.

Da hat sich die Redaktion von POLEN und wir am 11.3. an das Unternehmen gewandt und um Korrektur gebeten. Die wurde am gleichen Tag auch noch zugesagt. Doch über eine Woche später ist der Text mit der „einvernahme Polens ins Deutssche Reich“ immer noch nicht entfernt.

Einreisestopp – Zugverkehr eingestellt

Aufgrund des Coronavirus wird die deutsch-polnische Grenze für alle Nicht-Polen in der Nacht von Samstag, 14.3. und Sonntag 15.3. um Mitternacht geschlossen. Dies gelte für alle Ausländer, teilte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Freitagabend in Warschau mit. Alle internationalen Flug- und Zugverbindungen werden demnach ausgesetzt. Die Maßnahmen gelten nach Angaben der Regierung zunächst für zehn Tage, könne aber um weitere 20 Tage verlängert werden.  

Laut Innenminister Mariusz Kaminski sollen die umfassenden Grenzkontrollen in der Nacht von Samstag auf Sonntag um Mitternacht beginnen. Besonders betroffen davon ist Brandenburg, das direkt an Polen grenzt. Polnische Staatsbürger, die ins Land zurückkehrten, würden für 14 Tage unter Quarantäne gestellt, hieß es weiter. Dasselbe gilt für in Polen lebende Ausländer. Die Brandenburger Polizei berichtete bereits am Samstagmorgen von Staus, auch auf den Umgehungsstraßen.   

Wie die Pressestelle der deutschen Bahn mitteilt, werden die Regionalzüge z.B. nach Szczecin vor der Grenze in Löcknitz bzw. Tantow enden. Die Usedomer Regionalbahn endet in Ahlbeck. Zwischen Ahlbeck Bahnhof und Ahlbeck Grenze wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Der Kulturzug von Berlin nach Wrocław fällt bereits ab Samstag 14.3. komplett aus, ebenso die Regionalbahn zwischen Forst und Tuplice.

Auch die Fernzüge, z.B. Berlin-Warschau-Express, werden betroffen sein. Dafür wird derzeit (Samstag 11.30h) noch ein Konzept erarbeitet und auf der Internetseite der Bahn www.bahn.de/aktuell dann veröffentlicht werden.