Author Archives: Karl Forster

About Karl Forster

Redaktionsleiter

Deutsch-Polnische Bürgerdialoge

Bei ihren jüngsten Tagungen in Berlin haben die Runden Tische der Zivilgesellschaft zwischen Berlin und Wrocław sowie Berlin und Poznań eine Fülle substanzieller Ergebnisse hervorgebracht. Aufgabe der auf Anregung der Stiftung Zukunft Berlin im Jahr 2015 gegründeten Runden Tische ist es, gemeinsam deutsch-polnische Anliegen an Politik und Verwaltung zu formulieren.

So brachte der Runde Tisch Berlin-Wrocław bei seinem Arbeitstreffen am 14. Juni in der IHK Berlin eine Vertiefung der Kooperation und des Austauschs der Hochschulen in beiden Städten ins Rollen. Für eine deutsche Partnerschaft mit dem Technologiepark Wrocław werden nun Kontakte vermittelt. Außerdem wurde eine Zusammenarbeit für ein gemeinsames Kultur- und Sportprojekt mit Seniorinnen und Senioren beider Städte angestoßen. Zur Sprache kam auch die intensive gemeinsame Arbeit mit Wrocław im Rahmen der Initiative „Städte für Europa“, deren Ziel es ist, möglichst viele Städte und ihre Bevölkerung dafür zu gewinnen, sich in besonderer Weise für Europa zu engagieren.

Runder Tisch der Zivilgesellschaft
Berlin-Posen am 17. Juni 2019
Foto: Stiftung Zukunft Berlin
Runder Tisch der Zivilgesellschaft Berlin-Poznań am 17. Juni 2019
Foto: Stiftung Zukunft Berlin

Als Ergebnis des Runden Tisches Berlin-Poznań , der am 17. Juni am selben Ort tagte, wurde unter anderem ein verstärkter Austausch zu Erfahrungen mit dem städtischen Umweltschutz zugesichert. Vertreterinnen und Vertreter der Universität der Künste und der Freien Universität Berlin befürworteten eine tiefere Zusammenarbeit zwischen Berliner Hochschulen und der Ökonomischen sowie der Kunstuniversität Poznań, beispielsweise im Rahmen der Poznań Art Week. Vor dem Hintergrund früherer Erfolge mit der polnischen Seite wurde nun auch ein verstärkter Austausch zwischen beiden Städten im Breiten- und Profisport auf den Weg gebracht.

Bei beiden Städten fand der deutsche Vorschlag der Implementierung einer dreisprachigen (Deutsch-Englisch-Polnisch) historischen App in das Stadtmarketing guten Anklang.  

Reinhard Schweppe, Verantwortlicher der Initiative „Nachbarn in Europa“ bei der Stiftung Zukunft Berlin und früherer deutscher Botschafter in Polen, wertete die beiden aktuellen Zusammenkünfte als Erfolg: „Diese Runden Tische sind die ideale bürgerschaftliche Ergänzung der zwischenstaatlichen Oderpartnerschaft. Sie sind Ideengeber und Sprachrohr der Bürgeranliegen gegenüber Politik und Behörden, und ich bin zuversichtlich, dass sich – wie bereits in der Vergangenheit geschehen – auch diesmal wieder viele der vorgetragenen Ideen realisieren lassen.“

Zum Abschluss der Veranstaltungen luden die polnischen Vertreterinnen und Vertreter ihre Berliner Kolleginnen und Kollegen herzlich zu den nächsten Runden Tischen ein, welche in der zweiten Jahreshälfte  in Wrocław und Poznań stattfinden.

PiS: Polen, das Herz Europas

In diesem Jahr zwei wichtige Wahlen

Kaczyńskis kopernikanische Wende

Kurz vor Ostern trafen sich in Warschau die Außenminister Polens und Deutschlands. Auf Einladung des Polnischen Instituts für Außenpolitik und der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik stellten sich Jacek Czaputowicz und Heiko Maas unter dem Motto „Die Zukunft Europas“ den Fragen der interessierten Öffentlichkeit. Maas überraschte mit dem Bonmot, dass es in der Europäischen Union eigentlich nur zwei Arten von Ländern gebe: Kleine Länder und Länder, die noch nicht gemerkt hätten, klein zu sein. Czaputowicz hingegen konterte, dass Länder wie Polen gut daran täten, stärker und größer zu werden, denn das komme nun der gesamten Gemeinschaft zugute. Maas hatte, um seine These zu bekräftigen, Erscheinungen wie Globalisierung, Klimawandel oder Migration ins Feld geführt, Herausforderungen also, gegenüber denen kein einziges Land der EU noch alleine gewappnet sei. Der Amtskollege aus Polen konterte kurzerhand mit dem Verweis auf die Geschichte.
Zu den wichtigsten Überzeugungen im Regierungslager Polens gehört, dass das Land nach dem Zweiten Weltkrieg für viele Jahrzehnte in besonderer Weise bestraft gewesen sei, weil der Westen seinen treuesten und verlässlichsten Verbündeten in diesem Teil Europas im Stich gelassen habe. Ministerpräsident Mateusz Morawiecki ging öffentlich sogar soweit, zu behaupten, in der fraglichen Zeit habe ein Polen gar nicht existiert. Aus all diesen schiefen Gründen spielen die Fragen der nationalen Identität aus Sicht der in Warschau Regierenden eine viel größere Rolle, als diejenigen, die in Brüssel das Sagen hätten, es sich eingestehen würden. Ein Europa der Vaterländer werde gebraucht, so wie die Begründer der Gemeinschaft es einst auch verstanden hätten, ansonsten – das Beispiel Großbritanniens zeige es – werde die EU auseinanderfallen.

Polen, das Herz Europas. Wahlplakat der PiS in Warschau. Fotos: Opal


Entsprechend hat nun Jarosław Kaczyński die Richtung gewiesen, um das von ihm angeführte Regierungslager in die beiden großen Wahlschlachten zu führen, die dem Land heuer bevorstehen. Während die Regierungsgegner nämlich frech behaupteten, die Kaczyński-Leute wollten das Land aus der EU führen, sei es ganz umgekehrt. Polen, so die zentrale Losung des Regierungslagers, sei das Herz Europas. Der Parteiführer versprach, dass es mit diesem Herzen ein Europa verschiedener Geschwindigkeiten nicht geben werde, Polen also nicht abgehängt werde, das hätten nämlich – so die unterschwellige Drohung – Brüssel, Paris oder Berlin gar nicht zu entscheiden. Zugleich versprach er, dass dem Land die nationale Währung erhalten bleibe, also die Gemeinschaftswährung nicht übernommen werde. Die innenpolitischen Gegner sollten sich öffentlich erklären, was sie mit dem Złoty vorhätten.
Um einen Popanz zu schaffen, mit dem die Zumutungen aus Brüssel glaubhaft illustriert werden, die in das Land schwappen würden, sobald die Gegner das Regierungsruder wieder in die Hand bekommen sollten, wird im nationalkonservativen Lager nun seit Wochen gegen Lesben und Schwule zu Felde gezogen. Deren Ideologie zersetze in gefährlichem Maße die nationale Identität, die schließlich auf dem Fundament von Familie und christlichen Werten ruhe. Die Hatz steigert sich bis hin ins Absurde, denn hier und da erkühnen sich Funktionsträger der Nationalkonservativen bereits mit der Forderung, territoriale Räume in Polen zu schaffen, die von dieser Ideologie unbehelligt blieben. Die Botschaft des Regierungslagers ist klar, denn gezeigt werden soll, wie fest die katholische Kirche im Herzen Europas hinter den Kaczyński-Leuten stehe.
Und pünktlich meldet sich auch Staatspräident Andrzej Duda zurück, der nun behauptet, dass diejenigen, die dauernd vor einem schleichenden Austritt Polens aus der EU warnten, mit dem Feuer spielten, weil sie nationale Interessen verletzten. Das sagt jener Mann, der noch vor kurzem die EU als eine imaginäre Gemeinschaft bezeichnet hatte, die hinter fester gefügten Gemeinschaften zurückzutreten habe.
Dem Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki kommt schließlich jener Part zu, insbesondere den für den Wahlausgang so wichtigen jüngeren Wählerschichten glaubhaft zu machen, dass alleine die nationalkonservative Regierung die Rezepte wüsste, wie der noch immer beträchtliche Abstand zum durchschnittlichen Entwicklungsniveau des Westens so schnell wie möglich aufgeholt werden könne. Da indes jeder in Polen überzeugt ist, dass diese Perspektive der einholenden Entwicklung nur unter den Bedingungen einer EU-Mitgliedschaft zu erreichen ist, gerieren sich die Kaczyński-Leute nun plötzlich als die wahren, als die einzigen Europäer im Land. Das billige Versprechen liegt auf der Hand: Wir schaffen den schnellen Anschluss und bleiben als nationale Gemeinschaft dennoch ganz diejenigen, die wir nun einmal seit Jahrhunderten sind.

Neues Hostel in Warschau

Hotels in Warschau sind in allen Preislagen zu finden. Neben teueren Geschäftsreisenden-Hotels gibt es auch immer mehr Hostels.

Mit dem ersten Hostel in Polens Hauptstadt Warschau erweitert die Berliner Budget-Gruppe a&o ihr Portfolio auf 36 Häuser, 22 Städte und sieben Länder. Das ehemalige Bürogebäude im zentralen Stadtteil Wola wird über 200 Zimmer und 600 Betten verfügen und Anfang Oktober eröffnen.

Das achtstöckige ehemalige Bürogebäude westlich des Stadtzentrums im Bezirk Wola liegt nur rund zehn Minuten vom Hauptbahnhof, der Altstadt oder dem berühmten Food-Market „Hala Koszyki“ entfernt.  

Mit einer Preisaktion kündigt die Berliner Hostel-Kette a&o jetzt ihre Premiere in Polen an: Ab sofort gibt´s das Bett in Warschau ab 10,90 Zloty – das sind umgerechnet rund 2,50 Euro. Buchbar online  oder mit der a&o-App. Reisezeitraum 10. Oktober 2019 bis 24. Dezember 2019.  Es lohnt sich, schnell zu sein: Das Angebot ist auf 1.000 Betten beschränkt. Die Eröffnung des Hauses ist Anfang Oktober.

Seit 2000 spezialisiert auf Gruppen- und Jugendreisen, empfiehlt sich a&o mittlerweile auch als smarte Alternative für Business- und Einzelreisende: mit Übernachtungspreisen ab 12 Euro, zentralen Lagen, Komfort und Qualität sowie einem neuen Architektur- und Designkonzept, das seit Anfang 2018 schrittweise in allen Häusern umgesetzt wird.

Tandem Sprachkurs

Seit vielen Jahren arbeitet die Deutsch-Polnische Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland e.V. mit der Sprachschule Germanitas in Rzeszów zusammen. Jetzt wird dort wieder ein Tandem-Sommer-Sprachkurs organisiert, auf den wir Sie aufmerksam machen möchten:

Das Sprachcentrum „GERMANITAS” (= lat. Brüderlichkeit) organisiert wieder den

TANDEMSPRACHKURS DEUTSCH-POLNISCH FÜR LEHRKRÄFTE UND MULTIPLIKATOR/-INNEN DES JUGEND- , SPORT- UND KULTURAUSTAUSCHS IN CIESZYNO DRAWSKIE

Bereits zum sechzehnten Mal veranstaltet GERMANITAS deutsch-polnische Sommersprachkurse im Tandemverfahren. Unsere Zielgruppe sind deutsche und polnische Lehrkräfte und MultiplikatorInnen des Jugend-, Sport- und Kulturaustauschs. Diese Maßnahmen werden vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) unterstützt. In diesem Jahr haben wir uns entschlossen,  auf Grund der guten Erfahrungen aus den Vorjahren erneut Pommern und dort den Ort Cieszyno Drawskie (Gemeinde Złocieniec) auszuwählen. Dies ist eine sehr reizvolle und naturschöne Region in Polens Nordwesten, die zu Kanufahrten und Radtouren einlädt und mit einem reichhaltigen, kulturgeschichtlichen Angebot aufwartet.

TERMIN: 13. Juli – 26. Juli 2019

ORT: Konferenz- und Erholungszentrum „Legnica-Pałac” in Cieszyno Drawskie bei Złocieniec (südöstl. von Stettin, Anschrift: 78-520 Złocieniec, Cieszyno 34)

KURSGEBÜHR: ca. 460 Euro (vorbehaltlich der Förderung durch das DPJW in der gleichen Höhe wie im Vorjahr)

IM PREIS INBEGRIFFEN: 75 Std. (à 45 Min.) bei erfahrenen Sprachdozentinnen, Unterbringung in Zweibettzimmern, VP, Vortrags-, Kultur- und Besichtigungsprogramm

TEILNEHMENDE: max. 25 deutsche und 25 polnische Teilnehmende – engagierte Lehrkräfte oder sonstige Multiplikatoren des Jugend-, Kultur- und Sportaustauschs oder solche, die einen solchen Austausch im Anschluss an den Kurs beabsichtigen, 
6 Lektorinnen aus Polen und Deutschland, Kursleiterinn ist Agnieszka Buk unterstützt von Marta Jakubowicz-Pisarek 

UNTERKUNFT: Schönes Palais inmitten eines Naturparks, gut ausgestattete Doppelzimmer mit Bad, TV, in unmittelbarer Nähe der wunderschöne See Siecino, gemütliche Kellerbar, , Billard und Tischtennis, Tennis- und Volleyballplatz, hauseigener Strand, Bootsverleih, Wander- und Radwege.

ANREISE: : Treffpunkt Bahnhof in Szczecin/Stettin, Bustransfer nach Cieszyno Drawskie.
Über individuelle Anreisemöglichkeiten  wird bei Bedarf zusätzlich informiert. (Liegt ca 120km östlich von Szczecin/Stettin, ca 250km von Berlin entfernt).

KULTUR- UND AUSFLUGSPROGRAMM: Ausflüge in die südwestliche Kaschubei, Wanderungen, Paddeltour (für Nicht-Paddler alternatives Programm), Vorträge zur Kultur , Filme,

SPRACHKURSE IM TANDEMVERFAHREN:

Tandem bedeutet, dass zeitgleich Deutsche Polnisch und Polen Deutsch lernen. Die gemeinsame Unterbringung, gemeinsame Kurseinheiten (jeden Tag gibt es neben dem Gruppenunterricht, 2 Unterrichtseinheiten im Tandemverfahren) sowie die Teilnahme an Workshops (Theater, deutsch-polnischer Chor, Kurszeitung u.a.) tragen dazu bei, dass man noch intensiver und quasi rund um die Uhr miteinander und voneinander lernen kann. Die angenehme Atmosphäre, die Vielfalt der Unterrichtsformen sowie das interessante Kultur- und Ausflugsprogramm haben einen hohen Erholungswert.
Auch das Freizeit- und Kulturprogramm wird gemeinsam absolviert. So werden Sie reichlich Möglichkeiten haben, in der Freizeit Ihre gerade erworbenen Sprachkenntnisse in der Praxis zu erproben.
Für den Unterricht stehen stets Muttersprachlerinnen als Lehrkräfte zur Verfügung, die langjährige Erfahrung in der Vermittlung von Polnisch als Fremdsprache haben. Diese gestalten für drei unterschiedliche Sprachniveaus Polnischunterricht auf abwechs­lungsreiche Art. Für jede Kleingruppe wurde jeweils ein spezielles Programm ausgearbeitet.
Zusätzlich werden Unterrichtseinheiten in Phonetik angeboten, weil dieser Teil des Spracherwerbs in anderen Kursen meist zu kurz kommt.
Filme in Originalsprache (mit oder ohne Untertitel), polnische Lieder, die für bestimmte Kulturtrends in Polen charakteristisch sind, Sprachspiele und viele landeskundliche Informa­tionen runden das Sprachprogramm ab.

ALLGEMEINES:

Vor dem Kurs können Sie sich mit allen Fragen an die Kursleiterin wenden, die Sie gerne über Detaills informiert. Spätester Anmeldetermin ist der
6. Mai 2019. Es wird jedoch empfohlen, möglichst schnell Kontakt mit den Veranstaltern aufzunehmen.

Neben dem Sommersprachkurs für Lehrkräfte und Multiplikator/-innen bieten wir auch das ganze Jahr über  Intensivpolnischkurse (7- bis 14tägige) für andere Berufsgruppen sowie für individuelle Bedürfnisse in Rzeszów (Südostpolen) an. Wir vermitteln  Unterbringung bei Gastfamilien oder im Hotel. Wenn Sie weniger Zeit haben, können Sie Polnisch zu Hause lernen, indem Sie die von uns seit vielen Jahren geführten Sprachkurse per Skype in Anspruch nehmen.

PL-35-074 Rzeszów,
ul. Piłsudskiego 31/319
e-mail: biuro@germanitas.pl
oder marta-pisarek@wp.pl
Homepage: www.germanitas.pl

Verantwortlich für die Organisation und das Programm sind:
Agnieszka Buk, mobil +48 607 222 522, e-mail agnusdei@wp.pl,
Marta Jakubowicz-Pisarek Tel: +48/17 8551 266,
mobil: +48 601 52 4055, e-mail: marta-pisarek@wp.pl.

Polen auf ITB Berlin mit Kulinarik und Sport

Angebote zum Testen, Mitmachen und Gewinnen in Halle 15.1

Mit dem besten Ergebnis in seiner Geschichte präsentiert sich Polen auf der diesjährigen ITB Berlin. Rund 19 Millionen ausländische Touristen bedeuten einen neuen Besucherrekord. Deutschland ist mit Abstand der wichtigste Markt für Polens Touristiker, deshalb hat für sie die Teilnahme an der ITB Berlin einen hohen Stellenwert. In Halle 15.1 präsentieren sich zahlreiche Regionen, Städte, Hotels und Veranstalter aus Polen vom 6. bis 10. März 2019 den Fachbesuchern und dem breiten Publikum.

Polen-Stand auf der ITB Berlin 2018. Foto: Paweł Rosik/Polnisches Fremdenverkehrsamt

Rund 75 Aussteller werben unter dem Dach der Polnischen Tourismusorganisation für ihre Angebote. Zu ihnen gehören wichtige Ferienregionen wie Zachodniopomorskie (Westpommern) oder Warmia-Mazury (Ermland-Masuren), bedeutende Städte wie Warszawa (Warschau) oder Kraków (Krakau), aber auch Kurorte, Hotels, Reiseveranstalter, die Fluglinie LOT sowie Anbieter von medizintouristischen Leistungen. Das polnische Landwirtschaftsministerium will für Ferien auf dem Bauernhof werben.

Optisch präsentiert sich die polnische Halle in einem neuen, frischen Design. Die Wände zieren Aquarelle des jungen polnischen Malers und Architekten Tytus Brzozowski. Er vermischt in seinen farbenfrohen Stadtansichten moderne Gebäude und Objekte aus der Vorkriegszeit mit surrealistischen Elementen. Ein Volleyball-Feld empfängt die Gäste am Eingang zur Halle 15.1. Der Volleyball-Verband des Landes will in Berlin auf die diesjährige Europameisterschaft der Frauen EuroVolley 2019 hinweisen. Polen ist einer der vier Gastgeber des Turniers. Besucher können Tickets für die Spiele gewinnen, die in Polens drittgrößter Stadt Łódź (Lodsch) ausgetragen werden.

Gäste der Messe können Polen in Halle 15.1 nicht nur optisch und akustisch erleben, sondern auch schmecken. Denn viele Aussteller kommen mit Produkten und Gerichten aus ihrer Heimat nach Berlin. So will die Region Dolnośląskie (Niederschlesien) für ihre kulinarischen Routen werben. Krakau präsentiert sich als „Europäische Hauptstadt der gastronomischen Kultur“ des Jahres 2019. Besucher können unter anderem bei Workshops der Königlichen Schokoladenmanufaktur „Wierzynek“ aus Krakau Trüffelfüllungen selbst herstellen und Schokolade dekorieren oder altpolnische Spezialitäten vom Team des bekannten Restaurants Pod Aniołami probieren. Die Region Lubuskie (Lebuser Land) stellt ihre Wein- und Honigroute vor und aus der Hauptstadt Warszawa (Warschau) präsentiert sich das neue Wodka-Museum.

Gesundheits- und Medizintourismus ist seit Jahren ein Wachstumsmarkt für Polen. Viele ausländische Gäste schätzen die gute Qualität der Behandlungen zu vergleichsweise günstigen Preisen. Auf einer Gesundheitsinsel in Halle 15.1 können sich Besucher über die Angebote von polnischen Kurorten sowie von Fachkliniken informieren. Neben Gewinnspielen und einem Workshop zur Herstellung von Naturkosmetik gibt es auch Angebote zur Nutzung von Sauerstoff-Therapien. Am Stand von Bydgoszcz (Bromberg) bietet das dortige Museum für Seifen und die Geschichte des Schmutzes Workshops zur Seifenherstellung an. Präsentieren werden sich auch die polnischen Gewinner des EDEN-Wettbewerbs, mit denen die Europäische Kommission noch unentdeckte Orte mit einer besonderen Atmosphäre oder in einer einzigartigen Landschaft fördert.

Freunde von Miniatureisenbahnen werden am Stand von Niederschlesien auf ihre Kosten kommen, wo ein Modell der Landschaft rund um die legendäre Burgruine Chojnik (Kynast) aufgebaut wird. Spannende Experimente für Groß und Klein rund um das Thema Wasser verspricht das Wissenschaftsmuseum Hydropolis aus Breslau. Vor der Kulisse des Schlosses von Niemodlin (Falkenberg) im Oppelner Land können sich Besucher in höfischen Tänzen, Kaligrafie oder der Dekoration von Lebkuchen üben. Am Stand von Poznań (Posen) gibt es während der Publikumstage unter anderem ein Schnupper-Wochenende zu gewinnen. Am Sonnabend lädt die Filmstadt Łódź zu einem Klavierkonzert ein, bei dem Stücke aus dem Soundtrack des Oskar-prämierten Films „Cold War“ erklingt. Besucher können am Stand von Lodsch auch Selfies mit historischen Filmkostümen machen.

Die ITB Berlin ist vom 6. bis 8. März nur für Fachbesucher geöffnet, am 9. und 10. März auch für das breite Publikum. Mehr Informationen zum Reiseland Polen unter www.polen.travel

Konzert Intern. Messiaen-Tage

In nur wenigen Tagen finden die 3. Internationalen Messiaen-Tage statt. Vielseitige namenhafte Künstler kommen nach Görlitz und Zgorzelec um den Gästen Messiaen´s Musik und Lebensgeschichte, sowie ein weites Spektrum unseres Lebens unter dem Themenfeld „Wurzeln“ zu beleuchten.

Das Festival bietet jedoch viel mehr. Neben zahlreichen Konzerten findet ein historisches Rahmenprogramm mit Frührungen und Vorträgen, sowie die Vernissage von Armin Mueller-Stahl statt.
Das gesamte Programm und weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite https://www.messiaen-tage.eu/

Am südöstlichen Stadtrand der Doppelstadt Görlitz-Zgorzelec liegt ein besonderer historischer Ort, der lange Zeit vergessen war und seit wenigen Jahren wieder ins Bewusstsein gehoben wird: das frühere Kriegsgefangenenlager Stalag VIII A. 120 000 Kriegsgefangene aus verschiedenen Nationen waren von 1939 – 1945 im Stalag VIII A registriert, geschätzte 12 000 überlebten es nicht. Viele von ihnen waren in Arbeitskommandos eingeteilt und prägten somit entscheidend das Görlitzer Stadtbild mit.

Zum Gedenken aller, die in diesem Lager litten, bangten und hofften, lädt der Meetingpoint Music Messiaen e.V. seit 2008 jährlich zu einem besonderen Konzert ein. Dass Musik nicht trennt, sondern verbindet und über Schmerz und Elend hinweghelfen kann, bewies der französische Komponist Olivier Messiaen, als er während seiner Gefangenschaft im Stalag VIII A sein musikalisches Meisterwerk das „Quartett auf das Ende der Zeit“ komponierte und gemeinsam mit drei Mitgefangenen erstmals am 15. Januar 1941 in der Theaterbaracke des Lagers aufführte. Heute gehört das Quartett zu den bekanntesten und meistgespielten Werken des 20. Jahrhunderts. Der Meetingpoint Music Messiaen e.V. erinnert jedes Jahr am 15. Januar am historischen Ort an dieses besondere Ereignis.

Die jährliche Aufführung dieses Stückes ist für unzählige Menschen aus der Euroregion zu einem inspirierenden und ermutigenden Ritual zum Jahresauftakt geworden. 2017 begann der Verein an diese Tradition anzuknüpfen und gründete aus dem wiederkehrenden Einzelereignis ein mehrtägiges Festival, welches Menschen auf beiden Seiten der Neiße, sowie aus ganz Europa an diesem einzigartigen Ort der (Musik-)Geschichte zusammenbringen will. Internationale Künstler treffen dabei auf Forschende zur jüngeren Geschichte der Region und das Publikum wird eingeladen Zeitgenössische Musik im historischen Ambiente der Grenzstadt, Führungen und Vorträge zu erleben und sich so dem Spannungsfeld Kunst-Krieg zu nähern.

Die Tickets können Sie online über Eventim und in dessen drei Vorverkaufsstellen in Görlitz erwerben.

Falls Sie noch unschlüssig sind, welches Konzert Sie besuchen möchten, empfehlen wir Ihnen herzlichst:

– Sinfonietta Dresden: Sinfoniekonzert „Naturklang-Klangnatur“

– Asambura Ensemble: Kammerkonzert „Fremd bin ich eingezogen“

– Wallis Giunta, Alden Gatt: Liederabend „Souvenirs d’enfance“

 

Mit dem Christenkreuz gegen liberale Demokratie

Vorbereitung für Parlamentswahlen in einem Jahr –
35 Prozent sollen zur Mehrheit reichen –

Jarosław Kaczyński, der Anführer der Nationalkonservativen, darf zu den nüchtern denkenden Politiker gerechnet werden, denn jeder Anfall politischer Romantik ist ihm fremd. Mit der Europäischen Union verbinden ihn kaum noch die sogenannten gemeinsamen Werte – auf die kann er im festen ideologischen Bunde mit Viktor Orbán pfeifen. Gemeinsam wollen die beiden die „christliche Demokratie“ in Europa durchsetzen – was immer die auch bedeuten soll. Die beiden national beseelten „Christdemokraten“ rechnen fest mit einem Ergebnis, mit dem die Waage nach den Wahlen zum Europäischen Parlament im nächsten Jahr zugunsten der eigenen politischen Richtung ausschlagen wird. Dann werde zumindest das Lager der liberalen Demokratie geschwächt, werde der EU-Sozialismus, der aus Brüssel allen anderen aufgedrängt werden soll, in die Defensive gedrückt.
Um nichts dem Zufall zu schenken, wollte Kaczyński vorsorgen. Er ließ die Wahlordnung für die Wahlen zum Europäischen Parlament so zurechtschneidern, dass künftig aus Polen in das EU-Parlament nur noch Vertreter derjenigen Wahllisten einziehen sollten, die mindestens 16 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich ziehen, auch wenn offiziell die Fünf-Prozent-Hürde als hübsches Blendwerk bestehen bliebe. Verhindert hat diesen Husarenstreich Staatspräsident Andrzej Duda, der sein Veto gegen einen Gesetzesvorschlag der Parlamentsmehrheit einlegte, nachdem ihn kleinere Parteien und Gruppierungen darum ersucht hatten. Dennoch bleibt die Kaczyński-Partei in der Vorhand, denn das rechte politische Lager ist fester in der Hand als es noch 2015 der Fall gewesen war. Und umgekehrt wird im liberalen bis linksgerichteten Oppositionslager der Druck wieder abnehmen, mit möglichst wenigen Wahllisten den Stier bei den Hörnern zu packen. Offen bleibt außerdem, ob die Nationalkonservativen nicht doch versuchen werden, die Manipulation an der Wahlordnung für die im Herbst 2019 folgenden Parlamentswahlen zu wiederholen. Bliebe dann das Präsidenten-Veto aus, wäre die Herausforderung für die Opposition umso größer.
Kaczyński geht von einem Wert der Zustimmung aus, der für die eigene Partei fest zwischen 35 und 40 Prozent liegt. Das ist ungefähr der Wert, der im Herbst 2015 bei den letzten Parlamentswahlen erreicht wurde. Die Hoffnung, diesen Wert bis zu den Parlamentswahlen 2019 entscheidend erhöhen zu können, hat er aufgegeben. Zugleich warnt Kaczyński seine Anhängerschaft, dass unter gleichbleibenden Bedingungen dieser Wert nicht mehr ausreichen werde, um die Alleinregierung fortsetzen zu können. Der Ausfall von fast zwölf Prozent der abgegebenen Wählerstimmen, die 2015 für die beiden linksgerichteten Listen abgegeben wurden, ohne dass damit auch nur ein einziges Parlamentsmandat errungen werden konnte, werde sich nicht wiederholen. Da bis auf die stramm rechts marschierende Liste von Paweł Kukiz wohl niemand ins Koalitionsbett mit der Kaczyński-Partei schlüpfen würde, wollen die Nationalkonservativen auch hier vorbeugen.
Ins Spiel gebracht hat Kaczyński für die Parlamentswahlen nun die Idee von 100 Wahlkreisen, aus denen im Schnitt jeweils nur noch fünf Abgeordnete hervorgehen würden, was wiederum den gewünschten Effekt bringen soll: Die kleineren Gruppierungen werden aus dem Spiel genommen, auch wenn offiziell die Fünf-Prozent-Hürde bleibt. Kaczyńskis Argumentation ist hinterhältig, denn er behauptet, so habe der Souverän die bessere Kontrolle über seine Angeordneten, die aus einem territorial eng gezogenen Wahlkreis in überschaubarer Anzahl in den Sejm einziehen. Sollten diese Pläne durchgesetzt werden, hätten in Polen nur noch breiter aufgestellte Wahllisten eine Chance: Auf der einen Seite die der „christlichen Demokratie“, straff angeführt von den Kaczyński-Leuten, zudem geschickt geöffnet ins rechtsradikale, auch antisemitische Spektrum, um hier „einzugemeinden“ oder zu neutralisieren; die andere der liberalen Opposition, die dann aber erst einmal zeigen müsste, wie weit ins linke Spektrum hinein zu binden sie imstande sein wird. Es liegt auf der Hand, dass Kaczyński sich bei einer solch zugespitzten Wahlschlacht die allergrößten Chancen ausrechnet.
Kaczyńskis langfristige Ziel ist die Verfassungsmehrheit von zwei Dritteln der Abgeordnetensitze. Die geltende Verfassung ist ihm ein Dorn im Auge – sie gilt ihm als Ausdruck der abgelehnten liberalen Demokratie, zudem sei sie gegen die Interessen Polens und die seiner Bürger gerichtet, weil kein ausreichender Schutz gegen die liberalen Zumutungen der EU-Mitgliedschaft geboten werde. In den zurückliegenden drei Jahren hat er mittels der Parlamentsmehrheit in Form einzelner Gesetzespakete mehrere Verfassungsgrundsätze de facto ausgehebelt – ungeachtet aller nationalen und auch internationalen Proteste. Im Lande verbreitet er das Märchen, nur so erreiche Polen jenen Platz, der ihm während des Zweiten Weltkriegs und danach streitig gemacht worden sei – durch die Okkupationen, durch den Verrat des Westens und schließlich durch das heimtückische Werk einheimischer Kommunisten. In der eigenen Anhängerschaft wird diese einfache Erzählung geglaubt, die obendrein den Vorzug hat, fast organisch auch rechtsradikale Geschichtsmythen aufnehmen zu können.
Einer der führenden nationalkonservativen Propagandisten brachte es auf den Nenner: Die polnischen Werte seien entscheidend und dürften nicht verwässert werden – weder durch europäische noch durch deutsche Werte. Das werde erst seit 2015 durchgesetzt, so dass sich jetzt zeige, welch angesehener Staat Polen sei und wie respektvoll mit ihm auf der internationalen Bühne inzwischen umgegangen werde.
Welch eigenartige Wege das nationalkonservative Wirken für die polnischen Werte einschlagen kann, zeigt eines der vielen Gesetzesvorhaben, mit denen das Kaczyński-Lager schwanger geht. In einer Neufassung des Familiengesetzes soll das Leben eines Kindes definiert werden ab dem Moment der Befruchtung. Bislang geht die Verfassung in Polen davon aus, das ein Menschenleben mit der Geburt beginnt.

(Dieser Beitrag von Jan Opal, Gniezno, entstammt der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift „POLEN und wir

Jubiläumstournee Mazowsze (Mit Ticketverlosung)

Das 1948 im Auftrag des polnischen Ministeriums für Kultur und Kunst gegründete weltberühmte Staatliche Tanz- und Gesangsensemble „Mazowsze“ gastiert mit Chor, Ballett und Orchester nach zehn Jahren erstmals wieder in Deutschland. Mazowsze präsentiert mit seinem 100 Mitglieder starken Ensemble eine atemberaubende Aufführung dynamischer Tänze aus 42 unterschiedlichen ethnografischen Regionen Polens, dargebracht in farben- und facettenreicher Kostümpracht von hoch professionellen Tänzern und ausgezeichneten Sängern für Soli und Chor; Dirigent ist Jacek Boniecki.

Mazowsze (mit vollem Namen: Państwowy Zespół Ludowy Pieśni i Tańca „Mazowsze“ im. Tadeusza Sygietyńskiego) wurde 30 Jahre nach der 1918 wiedererlangten Unabhängigkeit Polens gegründet. Das Ensemble bewahrt das reiche kulturelle Erbe und die Traditionen des Landes und vereint Lieder und Tänze aus 42 unterschiedlichen ethnografischen Regionen Polens. Eine Vorstellung von Mazowsze ist wie eine Reise durch das Land. Die 100 Künstler sind bestens ausgebildete Sänger, Tänzer und Orchestermusiker. Sie reisen mit 15 Tonnen Gepäck, darunter befinden sich über 1.000 Kostüme. Mit ihrem Können, mit ihren Tänzen voller Perfektion, Artistik und Dynamik, mit ihren großartigen Stimmen und der herausragenden Orchesterbegleitung begeisterte Mazowsze bis heute in über 7.000 Vorstellungen weltweit über 17 Millionen Zuschauer in über 50 Ländern auf fünf Kontinenten. Aufgrund ihrer großen Popularität wird Mazowsze auch als „Botschafter der polnischen Kultur“ bezeichnet. Heute gehört Mazowsze zu den berühmtesten und bekanntesten Tanz- und Gesangsensembles der Welt.

Die Veranstaltungsorte und -Termine sind:

___ 25.10.2018 20 Uhr Iserlohn, Parktheater
___ 26.10.2018 20 Uhr Hamburg, Laeizhalle
___ 27.10.2018 20 Uhr Kiel, Schloss
___ 28.10.2018 17.30h Braunschweig , Stadthalle
Tickets sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder über die Tickethotline CTS Eventim: 01806/570070 erhältlich.

VERLOSUNG für die Leser von POLEN und wir

Wir verlosen für das Hamburg-Konzert am 26.10. zwei Karten. Senden Sie uns dazu bitte einfach eine Mail an: mazowsze@polen-und-wir.de mit dem Betreff Mazowsze.
Geben Sie in der Mail ihre Postanschrift und Telefonnummer an.
Einsendeschluss ist der 20. Oktober 2018. Die Tickets gehen Ihnen im Gewinnfall per Post zu. Gerne benachrichtigen wir den Gewinner vorher per Telefon.
Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Ihre Daten werden nur zum Zweck der Verlosungsaktion gespeichert und anschließend gelöscht. Sollten Sie auch künftig Informationen der Zeitschrift POLEN und wir oder der Deutsch-Polnischen Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland wünschen, geben Sie bitte in der Mail an: „Bitte weitere Informationen“. In diesem Fall wird die Mailadresse zu diesem Zweck bei uns gespeichert. Sie können Jederzeit die Speicherung wieder löschen lassen. Weitere Informationen dazu auf unserer Datenschutzerklärung.

 

Polnische Firmen auf der IFA

Die Internationale Funkausstellung IFA in Berlin ist immer auch eine interessante Messe für das benachbarte Polen. Und das gilt für die zahlreichen Besucher ebenso wie für polnische Unternehmen, die sich hier auch 2018 präsentieren. Auf einige vielleicht noch nicht so bekannte Unternehmen wollen wir hier aufmerksam machen.

Wilk Elektronik SA, ein polnischer Hersteller von Computerspeichern, feiert mit der IFA 2018-Messe den 15. Geburtstag seiner Flaggschiffmarke GOODRAM. Anlässlich des Jubiläums finden sich im Markenportfolio neben den während der IFA-Messe zuerst vorgestellten Produkten auch limitierte Versionen von SSD-Laufwerken und eines DRAM-Speichermoduls.

Im Bereich Haushaltsgeräte präsentiert sich die Firma Amica aus Wronki bei Poznan. Ursprünglich als Agrarmaschinenhersteller gegründet, produzierte der Betrieb schon Ende der 1950er Jahre Elektroherde und –backöfen. In den 90er Jahren wurde das Sortiment um Kühlgeräte und Waschmaschinen erweitert. Doch dieser erweiterte Bereich wurde 2009 an den Koreanischen Hersteller Samsung verkauft, der an den polnischen Standorten produziert. Unter dem Namen Amica werden stattdessen nun türkische und chinesische zugekaufte Produkte angeboten. Heute wird von Amica, die in Polen etwa 15% Marktanteil haben und damit Marktführer sind, das gesamte Haushaltssortiment einschließlich Staubsauger, Spülmaschinen, aber auch Kleingeräte wie Wasserkocher etc. angeboten.

Schon seit einigen Jahren ist die Firma Arkas aus dem schlesischen Jawor auf der IFA vertreten. Sie sind vor allem im Bereich Rundfunk- und Fernsehzubehör zu Hause. Wandhalterungen für Monitore, Anschlusskabel aller Art und ein breites Sortiment von Kopfhörern wird 2018 in Berlin präsentiert

Die Firma 3MK aus Ostrów Wielkopolski präsentiert auf der diesjährigen IFA in Berlin Schutzhüllen für das Smartphone, Hybrid-Glas, aber auch Schutzfolien für das I-Phone. 2017 hat das Unternehmen zahlreiche Preise für seine Produkte errungen und will nun in Berlin auch das deutsche Publikum davon überzeugen. Wer meint, das Anbringen der Schutzfolien sei schwierig, dem bietet 3MK auf seiner Internetseite auch Video-Anleitungen in deutscher Sprache.

Blebox, ein Unternehmen aus Wroclaw, spezialisiert sich auf die Konstruktion und Fertigung von qualitativ hochwertigen Produkten für Smart-Home-Systeme. Die Firma wurde unter anderem von den Gewinnern der „Polnischen Erfindung des Jahres 2014“ im Jahr 2013 gegründet. Innerhalb von drei Jahren entwickelte sich der Betrieb von einem lokalen Start-Up zu einem internationalen Unternehmen, welches heute innovative Produkte nach mehr als 20 Länder, einschließlich China, exportiert. Im Jahr 2016 wurde Blebox mit dem „Adler der Wochenzeitschrift WPROST“ (Auszeichnung für die besten Unternehmen) sowie den „Innovatoren 2016“ (Auszeichnung für die innovativsten Unternehmen in Polen, verliehen durch die Redaktion Wprost, das Ministerium für Wissenschaft und Hochschulwesen und das Ministerium für Entwicklung) ausgezeichnet. Im Jahr 2017 erhielten die Gründer von Blebox vom polnischen Staatspräsidenten den Wirtschaftspreis für eines der drei sich am schnellsten entwickelnden Start-Ups in Polen. So kann man gespannt sein, was auf der IGA 2018 präsentiert wird.