Author Archives: Karl Forster

About Karl Forster

Redaktionsleiter

Kinokarten zu gewinnen

Sie sollen Gelegenheit haben, sich den Film „Unser letzter Sommer“ auf Einladung der Redaktion „POLEN und wir“ und des Filmverlehs „farbfilm verleih“ anzusehen. Zu diesem Zweck verlosen wir fünf mal zwei Eintrittskarten für den Film.
Senden Sie bis zum 20. Oktober eine e-mail mit dem Betreff „Unser letzter Sommer“ sowie Angabe Ihres Namens, Anschrift und Telefonnummer an die mail-Adresse
gewinnen@polen-und-wir.de
oder rufen Sie uns an: 030-25051007 Anrufbeantworter), nennen Sie das Kennwort „Unser letzter Sommer“ und geben Sie Ihren Vor- und Zunamen und Ihre Telefonnummer an. Am 21.10. erfolgt die Auslosung, alle Gewinner werden telefonisch verständigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ausgabe 4 / 2015

Ausgabe 4/2015, erschienen am 10. Oktober 2015, Heft 113 im 32. Jahrgang

In dieser Ausgabe lesen Sie:POLEN und wir 04/2015

Seite 3    Die Großvorhaben
Vor den Parlamentswahlen am 25. Oktober
Seite 4    Potsdamer Konferenz
Ein welthistorisches Thema ganz aktuell
Seite 6    Offene Grenzfragen
Die PNN berichtet vor der Konferenz
Seite 8    Die Vision der Überlebenden
Seite 10  Zentraleuropa zwischen Jagiellonen und Habsburgern
Internationale Konferenz „Wiener Kongress 1515“
Seite 13  Häuserkampf und Partisanenkrieg
Paramilitärische Wehrsportgruppen in Polen
Seite 14   Bundeswehr und Polnische Armee
Seite 15   Spontaner Streik bei Amazon Poznan
Seite 16   Mit Kultur und Politik gefeiert
65 Jahre Deutsch-Polnische Gesellschaft der BRD
Seite 18   Zwei Fotos
Gedanken zu 25 Jahre Polnisch-Deutsche Gesellschaft Rzeszów
Seite 20  Journalistischer Anfang in polnischer Kriegsgefangenschaft
Zum Tode von Harri Czepuck
Seite 21   Unser letzter Sommer – Filmpremiere
Mit Gewinnspiel für Kino-Eintrittskarten
Seite 22   Resowia Saltans – Rzeszów tanzt
Seite 23   Erziehung ohne Auschwitz
NS-Pädagogik kein Pflichtfach mehr

Das Titelbild zeigt Schloß Cecilienhof, Ort der Potsdamer Konferenz 1945

Jubiläums-Veranstaltung

Am 5. Juli fand in Berlin Hellersdorf die Jubiläums-Veranstaltung anlässlich des 65jährigen Bestehens der Deutsch-Polnischen Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland statt. Wir dokumentieren hier die Begrüßungsansprache des Vorstandsmitglieds Karl Forster sowie eine Auswahl an Fotos von André Osbahr.

Im Namen Kulturring in Berlin e.V. und Deutsch-Polnische Gesellschaft der BRD e.V. herzlich willkommen.

Mein Gruß gilt dem Gesandten der Botschaft der Republik Polen, Herrn Janusz Styczek

Ich begrüße die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Petra Pau, für den Stadtbezirk begrüße ich in Vertretung von Bürgermeister Komoß Frau Kulturstadträtin Juliane Witt,

und in Vertretung des Vorsitzenden des Kulturring in Berlin e.V. Herrn Dr. Schewe ist Herr Siegfried Lewerenz gekommen, herzlich willkommen. Wir freuen uns ganz besonders über den Besuch des Vorsitzenden der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, Herr Dr. Axel Holz, der aus Schwerin zu uns gekommen ist,  Von den Partnergesellschaften begrüße ich Herrn Frank Kupferschmidt von der DPG Brandenburg und ganz besonders unseren langjährigen Freund Prof. Dr. Wojciech Furman, viele Jahre Vorsitzender der Polnisch-Deutschen Gesellschaft Rzeszów im Südosten Polens, die dieses Jahr auch noch ein Jubiläum feiern wird, nämlich ihr 25jähriges Bestehen.

Ein besonderer Gruß gilt auch den Künstlern dieses Vormittags, Jerzy Chwastyk, Valerie Ignatenko und Wladyslaw Chimichewski.

und natürlich unserem Beiratsmitglied Christoph Heubner, Geschäftsführenden Vize-Präsidenten des Internationalen Auschwitz Komitees, der heute einige Worte zu uns sprechen wird.

Ich grüße die Mitglieder unserer Gesellschaft, an der Spitze den Vorsitzenden der Jubiläumsgesellschaft Herrn Prof. Dr. Christoph Koch.

Ich möchte den Worten von Christoph Heubner, der heute die Festansprache hält, nicht vorgreifen aber ein paar Bemerkungen seien mir gestattet. In der heute druckfrisch ausliegenden neuen Ausgabe von „POLEN und wir“, die im vergangenen Jahr 30 Jahre alt wurde, finden Sie einen Beitrag unseres Vorsitzenden, der auf die Geschichte der Gesellschaft eingeht. Eigentlich könnten wir nämlich schon zwei Jahre älter sein. 1948 wurde hier in Berlin die Hellmut-von-Gerlach-Gesellschaft gegründet.

 

Von Gerlach, Sohn eines Gutsbesitzers und Enkel eines früheren Polizeipräsidenten von Berlin war Publizist und Politiker.   Zunächst stand er dem christlich-sozialen, antisemitischen Flügel der Konservativen um Adolf Stoecker nahe. 1894 nahm Gerlach brieflichen Kontakt mit Friedrich Engels auf und besuchte ihn London. Unter dem Einfluss Friedrich Naumanns entwickelte Gerlach bald eine liberale politische Haltung. Mehrere Jahre war er  Chefredakteur der Berliner Wochenzeitung Die Welt am Montag. Im Ersten Weltkrieg nahm Gerlach eine pazifistische Haltung ein. 1918 gehörte er mit Friedrich Naumann zu den Gründern der linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP) und der Deutschen Friedensgesellschaft. 1918/1919 war Gerlach Unterstaatssekretär im preußischen Innenministerium. In diesem Amt setzte er sich für die deutsch-polnische Aussöhnung ein und war infolgedessen heftigen Anfeindungen ausgesetzt. 1926 Vorsitzender der Deutschen Liga für Menschenrechte. Für den inhaftierten Carl von Ossietzky übernahm er 1932 die politische Leitung der Zeitschrift Die Weltbühne. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im März 1933 ging Gerlach ins Exil nach Österreich;

Nach ihm also wurde die Gesellschaft 1948 Hellmut-von-Gerlach Gesellschaft genannt. Der Gründungsvorsitzende war Johannes Franz Stroux, Präsident der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin und Vizepräsident des Kulturbundes. Schon aus dieser Anfangszeit resultiert also die Zusammenarbeit mit dem Kulturbund bzw. heute Kulturring in Berlin, die gerade in den letzten 15 Jahren wieder intensiviert wurde.

Der Gründung zweier deutscher Staaten 1949 folgte im Jahr darauf folgerichtig die Neugründung der Hellmut-von-Gerlach-Gesellschaft für die neue BRD.  Hier wurde ihre Arbeit auf vielfältige Weise erschwert. Einiges davon können sie in der Zeitschrift nachlesen. In beiden Staaten musste die Gesellschaft auf Betreiben der Familie von Gerlach ihren Namen ändern und schon 1953 wurde die Gesellschaft in der DDR durch Umgründung quasi aufgelöst.

1990, ja, ich mache jetzt einen großen Sprung, entstand in der Noch-DDR wieder eine deutsch-polnische Gesellschaft unter dem so schön programmatischen Namen „Gesellschaft für gute Nachbarschaft zu Polen“.  Sie existiert nach einem Zusammenschluss Ende 1992 mit unserer Gesellschaft noch heute als Regionalgruppe Berlin.

Bei dieser Regionalgruppe gibt es noch eine Besonderheit, nämlich die Gruppe der Radtouren der deutsch-polnischen Nachbarschaft die u.a. von Werner Stenzel ins Leben gerufen wurde.

Bis heute ist unsere Gesellschaft ausschließlich ehrenamtlich und ohne öffentliche Zuschüsse tätig. Und deshalb wollte ich Ihnen eigentlich zum Abschluss meiner Einführung jemand vorstellen, der für uns ganz wichtig ist, der aber aufgrund der Wetterlage aus Gesundheitsgründen nicht reisen konnte, wie uns leider in den letzten beiden Tagen ettliche Absagen erreicht haben.  Der Mann, den ich Ihnen hier  vorstellen wollte, ist Manfred Feustel, der als Schatzmeister ohne Schatz für die Finanzierung unserer Arbeit tätig ist und der am Ende der Veranstaltung gerne auch eine Spende von Ihnen entgegengenommen hätte. Er ist eines der Mitglieder die am längsten schon unserer Gesellschaft angehören und auf jeden Fall das dienstälteste Vorstandsmitglied: Seit 1960 gehört er ehrenamtlich dem Leitungsgremium an. Wir wünschen ihm von dieser Stelle aus alles Gute, und selbstverständlich können Sie auch bei einem anderen Vorstandsmitglied Ihre Spende loswerden.

Für den weiteren Verlauf werden wir Musik und Reden, wir freuen uns auch über die uns zugedachten Grußworte, mischen, so dass es für Sie nicht zu trocken wird.

„Jerzy Chwastyk ist in seiner elegant lyrischen Spielweise ein herausragender Interpret innerhalb der jüngeren, hochmotivierten Generation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Gitarre und ihr vielfältiges Repertoire in neuem, zeitgemäßem Glanz zu präsentieren.“  (Prof. Thomas Müller – Pering, Konzertgitarrist, Professor an der Universität der Künste Berlin & Hochschule für Musik Weimar)

Jerzy Chwastyk ist Preisträger vieler internationaler Wettbewerbe. Seine Liebe gilt sowohl der spanische Gitarrenmusik wie auch besonders der Musik eines Komponisten, der hier in Marzahn-Hellersdorf bekannt ist:  Hans Werner Henze. Der Namensgeber der Musikschule unseres Bezirks. Im Jahr 2000 waren Schüler der Musikschule an Henzes Projekt  der Kinderoper „Pollicino“ beteiligt. Aus dieser Zeit reicht eine bis heute andauernde Unterstützung. Wir freuen uns, dass der polnische Konzertgitarrist Jerzy Chwastyk sich bereit erklärt hat, für uns heute zu spielen, und ein Werk von Henze aufführen wird, zu dem wir Ihnen zum besseren Verständnis einige Informationen ausgelegt haben. Viel Vergnügen.

Karl Forster, Chefredakteur der Zeitschrift "POLEN und wir"  moderierte die Jubiläumsveranstaltung.

Karl Forster, Chefredakteur der Zeitschrift „POLEN und wir“ moderierte die Jubiläumsveranstaltung.

Christoph Heubner, Beiratsmitglied der Deutsch-Polnischen Gesellschaft der BRD und Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees hielt die Festansprache.

Christoph Heubner, Beiratsmitglied der Deutsch-Polnischen Gesellschaft der BRD und Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees hielt die Festansprache.

Janusz Styczek, Gesandter der Botschaft der Republik Polen in Berlin, überbrachte die Grüße des Botschafters.

Janusz Styczek, Gesandter der Botschaft der Republik Polen in Berlin, überbrachte die Grüße des Botschafters.

Petra Pau, Bundestagsvizepräsidentin, bei ihrer Grußansprache.

Petra Pau, Bundestagsvizepräsidentin, bei ihrer Grußansprache.

Juliane Witt, Stadträtin für Kultur und Bildung in Marzahn-Hellersdorf würdigte die Arbeit der Gesellschaft insbesondere in Berlin.

Juliane Witt, Stadträtin für Kultur und Bildung in Marzahn-Hellersdorf würdigte die Arbeit der Gesellschaft insbesondere in Berlin.

Konzertgitarrist Jerzy Chwastyk gestaltete den kulturellen Teil der Veranstaltung.

Konzertgitarrist Jerzy Chwastyk gestaltete den kulturellen Teil der Veranstaltung.

Petra Pau im Gespräch mit dem Vorsitzenden der Gesellschaft, Prof. Dr. Christoph Koch.

Petra Pau im Gespräch mit dem Vorsitzenden der Gesellschaft, Prof. Dr. Christoph Koch.

Aus Rzeszów in Südost-Polen reiste Dr. Wojciech Furman, langjähriger Vorsitzender der dortigen polnisch-deutschen Gesellschaft, an und übrachte die Einladung zur Jubiläumsveranstaltung im November aus Anlass des 25jährigen Bestehens der dortigen Gesellschaft.

Aus Rzeszów in Südost-Polen reiste Dr. Wojciech Furman, langjähriger Vorsitzender der dortigen polnisch-deutschen Gesellschaft, an und übrachte die Einladung zur Jubiläumsveranstaltung im November aus Anlass des 25jährigen Bestehens der dortigen Gesellschaft.

Die Grüße der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Brandenburg überbrachte deren stellvertretender Vorsitzender, Frank Kupferschmidt .

Die Grüße der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Brandenburg überbrachte deren stellvertretender Vorsitzender, Frank Kupferschmidt .

Siegfried Lewerenz, Vorstandsmitglied des Kulturrings in Berlin e.V. überbrachte die Grüße des verhinderten Luöturring-Vorsitzenden Dr. Schewe.

Siegfried Lewerenz, Vorstandsmitglied des Kulturrings in Berlin e.V. überbrachte die Grüße des verhinderten Luöturring-Vorsitzenden Dr. Schewe.

Petra Pau, Bundestagsvizepräsidentin, bei der Lektüre der Zeitschrift "POLEN und wir".

Petra Pau, Bundestagsvizepräsidentin, bei der Lektüre der Zeitschrift „POLEN und wir“.

Interview mit Prof. Koch

Am 5. Juli fand die Veranstaltung zum 65. Jahrestag des Bestehens der Deutsch-Polnischen Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland statt. Funkhaus Europa, ein mehrsprachiger Rundfunksender von WDR, RBB und Radio Bremen führte aus diesem Grund am 6. Juli ein Interview mit dem Vorsitzenden der Gesellschaft, Prof. Dr. Christoph Koch, das noch am gleichen Tag gesendet wurde.

Das Interview ist online bei Funkhaus Europa zu hören, einfach hier den LINK anklicken.

Der Textbeitrag auf der Internetseite von Funkhaus Europa ist hier zu finden.

deutsch-polnische-geselschaft-koch- ARDFotogalerie

Christoph Koch – Foto: ARDFotogalerie

Neuer Präsident gewählt

PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN IN POLEN

Andrzej_Duda_(9851867824)_(cropped)Andrzej Sebastian Duda, der Herausforderer von Bronisław Komorowski, hat die Wahlen in der Stichwahl gewonnen. Der Europaabgeordnete Duda war als Kandidat der Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) angetreten.

 

 

Hier die Details der Ergebnisse der staatlichen polnischen Wahlkommission:

Die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl lag bei: 55,34 %
Auf Andrzej Duda entfielen 51.55% der abgegebenen Stimmen,
für den amtierenden Präsidenten Bronisław Komorowski 48,5 %.

Wie sich schon in den Kommunal-, Regionalwahlen im November 2014 abzeichnete, hat auch dieses Mal der Osten Polens mehrheitlich für A. Duda votiert.
In der Wojewodschaft PODKARPACKIE stimmten 71,39 % für A. Duda, gefolgt von LUBELSKIE (66.37%), MAŁOPOLSKIE (62.09%), ŚWIĘTOKRZYSKIE (61.74%), PODLASKIE (59.31%), ŁÓDZKIE (53.75%) und MAZOWIECKIE (53.57%). In den anderen Wojewodschaften gewann Bronisław Komorowski die Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

Auffällig ist, dass die Menschen im ländlichen Raum, die jüngeren Menschen (18-29 Jahre) sowie die Männer mehrheitlich Andrzej Duda wählten. Je größer die Stadt und je weiter im Westen, desto höher die Zustimmung für Bronisław Komorowski.

Die in Deutschland lebenden Polen wählten mehrheitlich Bronisław Komorowski (53,08%). Andrzej Duda erhielt hier 46,92 % der Stimmen. In Berlin erhielt Bronisław Komorowski 72,22 % der abgegebenen Stimmen. Die Polen im Ruhrgebiet stimmten dagegen mehrheitlich für Andrzej Duda (50.48 – 54,01%), in München erhielt er 53,76 – 53,73% der Stimmen. Die Wahlbeteiligung der Polen in Deutschland lag bei recht hohen 67,89%.

(Quelle: pkw.gov.pl, 25.05.15, 21:00 Uhr)

KOMMENTARE:

Die ZEIT kommentierte die Wahl so: „Polen hat einen antirussischen Euroskeptiker gewählt“
Die Süddeutsche titelte: Die Stimme der Verlierer
Der österreichische Standard schrieb: „Vom Nobody in sechs Monaten zum polnischen Präsidenten“
Aus dem Kommentar der tagesschau: „In der EU wurde Sorge vor Populismus laut. … Duda verlangt unter anderem mehr Eigenständigkeit für die Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Er tritt gegen künstliche Befruchtung, für stärkere Kontrollen der Banken und für eine Senkung des Rentenalters ein. Im Wahlkampf machte er mit teuren Wahlversprechen von sich reden. Duda war Staatssekretär im Kabinett von Komorowskis nationalkonservativem Amtsvorgänger Lech Kaczynski, der 2010 bei einem Flugzeugunglück in Smolensk ums Leben kam. … Der christdemokratische Europapolitiker Elmar Brok sprach von einem Warnsignal für die polnische Parlamentswahl im Herbst. Duda habe vollmundige Versprechen wie die Schaffung neuer Arbeitsplätze und gleichzeitige Steuersenkungen gemacht, „wie sie zum Konzept von Populisten gehören“, sagte Brok dem „Tagesspiegel“. Er gehe aber nicht davon aus, dass Dudas Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) im Herbst in der Lage sein werde, nach der Wahl eine Regierungskoalition zu schmieden.“

Eine neue „Links“-Partei ??

Ein Kommentar von Karl Forster.

Mal schnell vor der Wahl eine neue Partei gründen. Das ist in Polen nicht ungewöhnlich. Voraussichtlich im Oktober 2015 sollen die nächsten Parlamentswahlen sein. Dabei hat die Linke in Polen bei der Präsidentschaftswahl eine klar Klatsche erhalten. Die linken Kandidaten bekamen zusammen gerademal 3,8 % der Stimmen. Jetzt formierte sich Mitte Mai eine neue politische Bewegung die Basis für eine neue Linkspartei sein will. Der Name gleicht einem satirischen Gegenpol zur nationalkonservativen Kaczynski-Partei Recht und Gerechtigkeit und lautet „Wolność i Równość“ (Freiheit und Gleichheit)

Die Initiatoren von WiR sind der Auffassung, dass die bisherigen linken Parteien ihr Potenzial ausgeschöpft haben. Die Idee zur neuen Bewegung stammt von vier linksorientierten Professoren: Jan Hartman, Kazimierz Kik, Magdalena Sroda und Genowefa Grabowska. Sie haben ein Programm ausgearbeitet und wollen als Mentoren von WiR fungieren.

Geführt werden soll die Bewegung von Politikern. Laut „Gazeta Wyborcza“ haben Ex-Mitglieder des Bündnisses der Demokratischen Linken (SLD), der linksliberalen Partei Deine Bewegung (TR) und der Arbeitsunion (UP) ihr Interesse an einem Beitritt zu WiR ausgedrückt.

Wie „links“ die neue Bewegung allerdings tatsächlich ist, bleibt noch dahingestellt. Einer der Initiatoren, Kazimierz Kik ist beispielsweise der Auffassung, „dass man mit der aus der Wendezeit 1989 stammenden Teilung zwischen Links und Rechts Schluss machen“ sollte.  Die neue Bewegung solle sich daher auf Sozialfragen ebenso konzentrieren wie auf „Patriotismus“. Und auch die Wähler will man offensichtlich auch aus dem konservativen Lager gewinnen. Kik betonte, „dass die Mehrheit der polnischen Wähler katholisch ist, daher könne man selbst die Linke nicht auf Antiklerikalismus aufbauen“.

„Local Heroes“

Infographik Local Heroes„Local Heroes“, das Projekt für freiwilliges soziales Engagement in Deutschland und Polen, beginnt! Let’s go!
„Local Heroes”  ist ein Facebook gestützter Wettbewerb, der von den Freiwilligen des Deutsch-Polnischen Jugendwerks organisiert wird und sich an junge Erwachsene aus Deutschland und Polen richtet, um sie zu motivieren, in ihrer Umgebung sozial aktiv zu werden.
Allen Teilnehmenden soll aufgezeigt werden, dass soziale Aktivitäten vor allem Spaß machen und Vorteile mit sich bringen kann. Denn dabei kann man ein soziales Berufsfeld kennen lernen und Schlüsselkompetenzen entwickeln, die bei der zukünftigen Jobsuche nützlich sein können.
Beim Wettbewerb sollen junge Erwachsene in Dreiergruppen ein soziales Projekt in ihrer Umgebung durchführen und darüber ein Video drehen. In der Vorbereitungsphase werden die Teilnehmer/-innen über freiwilliges Engagement informiert und sie erhalten Inspirationen, was sie für ihr Umfeld tun können. Das Video wird auf die Facebook-Applikation des Wettbewerbs hochgeladen, wo die User abstimmen können. Die Gruppen mit den besten Projekten nehmen an einer Jugendbegegnung in Świnoujście (Schwinemünde) teil.

Zielgruppe:
Junge Leute zwischen 16 und 26 Jahren aus Deutschland und Polen.

Organisatorische Informationen:
Anmelden kann man sich über die Webseite www.localheroes.dpjw.org oder über Facebook: www.facebook.com/DPJWPNWM

Anmeldeschluss ist der 17. Mai 2015.

Jugendbegegnung „Gemeinsam erinnern“

Die Evangelische Landjugendakademie in Altenkirchen und das Instytut Regionalny w Katowicach suchen Teilnehmer für eine deutsch-polnische Jugendbegegnung zum Thema „Gemeinsam erinnern – gemeinsam die Zukunft gestalten“

Termin: 07.09. – 11.09.2015

Lernst Du gerne Menschen aus anderen Ländern kennen und hast Spaß an interkulturellen Begegnungen? Willst Du die Menschen aus deinem Nachbarland besser kennenlernen?

Suchen Sie für Ihre Jugendgruppe noch Möglichkeiten für eine interkulturelle Begegnung mit vielfältigem Angebot – all das bietet die deutsch-polnische Jugendbegegnung in Altenkirchen.

Freundschaft entsteht am besten in jungen Jahren und wird durch gemeinsame Aktionen gefestigt.

Mit Hilfe von unterschiedlichsten pädagogischen Konzepten, wie einem Theater-Workshop, einer Gedenkfahrt und gemeinsamen Spielen und Gesprächen sollen sich fremde Jugendliche aus Deutschland und Polen kennenlernen, Freundschaften knüpfen und zum gemeinsamen Dialog und Austausch motiviert werden.

Ziel der deutsch-polnischen Jugendbegegnung in Altenkirchen ist es, das Verständnis der Jugendlichen für die Position und Kultur der anderen mit ihren Unterschieden zu schärfen und durch das Bewusstwerden der Gemeinsamkeiten und des Miteinanderlebens kreativen Raum zur gemeinsamen Gestaltung der Zukunft in Europa zu geben.

Folgende Inhalte werden u.a. thematisiert:

* Förderung der internationalen Völkerverständigung

* Theater-Workshop zur interkulturellen Kommunikation

* Gemeinsame Erinnerungskultur – Exkursion zur Gedenkstätte Hadamar

* Sensibilisierung der Jugendlichen zum europäischen Bewusstsein

Zielgruppe:   Die Begegnung richtet sich an Jugendliche zwischen 16-21 Jahren. Es sind keine Polnischkenntnisse nötig, da die polnischen Begleitpersonen zweisprachig (Deutsch/Polnisch) sind. Es besteht explizit die Möglichkeit sich als gesamte Jugendgruppe (10-15 Teilnehmende) anzumelden.

Weitere Informationen zu erfragen bei Philipp Schlicht, schlicht@lja.de Tel. 02681-951627

Alles Gute im Neuen Jahr

Der Vorstand der Deutsch-Polnischen Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland e.V. und die Redaktion „POLEN und wir“ wünschen allen Leserinnen und Lesern geruhsame Feiertage und alles Gute im Neuen Jahr.