Journalistenpreise vergeben

By | 9. Mai 2014

Die Gewinner des diesjährigen Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreises stehen fest. Sieger und Nominierte wurden am Abend des 8. Mai auf einer Gala im Plenarsaal des neuerbauten brandenburgischen Landtags in Potsdam geehrt. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, Gastgeber und Koordinator der Bundesregierung für die Beziehungen zu Polen hielt die Festrede.

Sieger in der Kategorie Print wurden Karolina Golimowska und Daniel Tkatch. Sie hatten zwei in der Zeitschrift „The Germans“ erschienene Beiträge unter dem übergreifenden Motto „Jetzt bin ich also deutsch“ gemeinsam eingereicht. In der Kategorie Hörfunk siegte Mariusz Borsiak von Polskie Radio Olsztyn mit ..„Düsseldorf – Warszawa: trochę ponad godzinę” („Düsseldorf – Warschau – Etwas mehr als eine Stunde…“). Rosalia Romaniec gewann mit der WDR-Dokumentation „Meine Familie und der Spion – eine Geschichte aus dem Kalten Krieg“ in der Kategorie Fernsehen. Erstmals vergeben wurde der Sonderpreis „Journalismus in der Grenzregion“, den Brandenburg gestiftet hatte. Er ging an Anne Holzschuh, André Kartschall, Olaf Sundermeyer und Sabine Tzitschke für den rbb-Fernsehbeitrag „Hart an der Grenze“.

Die Laudationes für die Preisträger wurden von Mitgliedern der Jury gehalten.

Brandenburgs Ministerpräsident Woidke zeigte sich hocherfreut über die Resonanz auf den Wettbewerb. Ob Print, Hörfunk oder Fernsehen: die Beiträge seien getragen von Neugier, Zuneigung und Verständnis. Anschließend überreichte Woidke Dietrich Schröder von der „Märkischen Oderzeitung“ einen Ehrenpreis des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg für seine kontinuierliche und fundierte Berichterstattung über die Beziehungen zwischen Brandenburg und Polen.

Es war die 17. Auflage des Deutsch-Polnischen Journalistenpreises, der seit Dezember 2013 den Namen „Tadeusz Mazowiecki“ trägt. Insgesamt waren 136 Einsendungen eingegangen, 70 Beiträge kamen aus Deutschland und 66 aus Polen. Auslober des Preises sind jeweils die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und der Freistaat Sachsen, die Woiwodschaften Westpommern, Lebuser Land und Niederschlesien sowie die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und die Robert Bosch Stiftung.

Die Gala zur Preisverleihung fand im Rahmen der Deutsch-Polnischen Medientage, die unter dem Motto: „Europa vor den Wahlen. Welche Wahl hat Europa?“ standen.

Die älteste Zeitschrift für deutsch-polnische Verständigung, „POLEN und wir“ war mit einem Informationsstand auf den Medientagen vertreten und genoss großes Interesse der Teilnehmer.