Author Archives: Karl Forster

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Redaktionsleiter

Eine neue „Links“-Partei ??

Ein Kommentar von Karl Forster.

Mal schnell vor der Wahl eine neue Partei gründen. Das ist in Polen nicht ungewöhnlich. Voraussichtlich im Oktober 2015 sollen die nächsten Parlamentswahlen sein. Dabei hat die Linke in Polen bei der Präsidentschaftswahl eine klar Klatsche erhalten. Die linken Kandidaten bekamen zusammen gerademal 3,8 % der Stimmen. Jetzt formierte sich Mitte Mai eine neue politische Bewegung die Basis für eine neue Linkspartei sein will. Der Name gleicht einem satirischen Gegenpol zur nationalkonservativen Kaczynski-Partei Recht und Gerechtigkeit und lautet „Wolność i Równość“ (Freiheit und Gleichheit)

Die Initiatoren von WiR sind der Auffassung, dass die bisherigen linken Parteien ihr Potenzial ausgeschöpft haben. Die Idee zur neuen Bewegung stammt von vier linksorientierten Professoren: Jan Hartman, Kazimierz Kik, Magdalena Sroda und Genowefa Grabowska. Sie haben ein Programm ausgearbeitet und wollen als Mentoren von WiR fungieren.

Geführt werden soll die Bewegung von Politikern. Laut „Gazeta Wyborcza“ haben Ex-Mitglieder des Bündnisses der Demokratischen Linken (SLD), der linksliberalen Partei Deine Bewegung (TR) und der Arbeitsunion (UP) ihr Interesse an einem Beitritt zu WiR ausgedrückt.

Wie „links“ die neue Bewegung allerdings tatsächlich ist, bleibt noch dahingestellt. Einer der Initiatoren, Kazimierz Kik ist beispielsweise der Auffassung, „dass man mit der aus der Wendezeit 1989 stammenden Teilung zwischen Links und Rechts Schluss machen“ sollte.  Die neue Bewegung solle sich daher auf Sozialfragen ebenso konzentrieren wie auf „Patriotismus“. Und auch die Wähler will man offensichtlich auch aus dem konservativen Lager gewinnen. Kik betonte, „dass die Mehrheit der polnischen Wähler katholisch ist, daher könne man selbst die Linke nicht auf Antiklerikalismus aufbauen“.

„Local Heroes“

Infographik Local Heroes„Local Heroes“, das Projekt für freiwilliges soziales Engagement in Deutschland und Polen, beginnt! Let’s go!
„Local Heroes”  ist ein Facebook gestützter Wettbewerb, der von den Freiwilligen des Deutsch-Polnischen Jugendwerks organisiert wird und sich an junge Erwachsene aus Deutschland und Polen richtet, um sie zu motivieren, in ihrer Umgebung sozial aktiv zu werden.
Allen Teilnehmenden soll aufgezeigt werden, dass soziale Aktivitäten vor allem Spaß machen und Vorteile mit sich bringen kann. Denn dabei kann man ein soziales Berufsfeld kennen lernen und Schlüsselkompetenzen entwickeln, die bei der zukünftigen Jobsuche nützlich sein können.
Beim Wettbewerb sollen junge Erwachsene in Dreiergruppen ein soziales Projekt in ihrer Umgebung durchführen und darüber ein Video drehen. In der Vorbereitungsphase werden die Teilnehmer/-innen über freiwilliges Engagement informiert und sie erhalten Inspirationen, was sie für ihr Umfeld tun können. Das Video wird auf die Facebook-Applikation des Wettbewerbs hochgeladen, wo die User abstimmen können. Die Gruppen mit den besten Projekten nehmen an einer Jugendbegegnung in Świnoujście (Schwinemünde) teil.

Zielgruppe:
Junge Leute zwischen 16 und 26 Jahren aus Deutschland und Polen.

Organisatorische Informationen:
Anmelden kann man sich über die Webseite www.localheroes.dpjw.org oder über Facebook: www.facebook.com/DPJWPNWM

Anmeldeschluss ist der 17. Mai 2015.

Jugendbegegnung „Gemeinsam erinnern“

Die Evangelische Landjugendakademie in Altenkirchen und das Instytut Regionalny w Katowicach suchen Teilnehmer für eine deutsch-polnische Jugendbegegnung zum Thema „Gemeinsam erinnern – gemeinsam die Zukunft gestalten“

Termin: 07.09. – 11.09.2015

Lernst Du gerne Menschen aus anderen Ländern kennen und hast Spaß an interkulturellen Begegnungen? Willst Du die Menschen aus deinem Nachbarland besser kennenlernen?

Suchen Sie für Ihre Jugendgruppe noch Möglichkeiten für eine interkulturelle Begegnung mit vielfältigem Angebot – all das bietet die deutsch-polnische Jugendbegegnung in Altenkirchen.

Freundschaft entsteht am besten in jungen Jahren und wird durch gemeinsame Aktionen gefestigt.

Mit Hilfe von unterschiedlichsten pädagogischen Konzepten, wie einem Theater-Workshop, einer Gedenkfahrt und gemeinsamen Spielen und Gesprächen sollen sich fremde Jugendliche aus Deutschland und Polen kennenlernen, Freundschaften knüpfen und zum gemeinsamen Dialog und Austausch motiviert werden.

Ziel der deutsch-polnischen Jugendbegegnung in Altenkirchen ist es, das Verständnis der Jugendlichen für die Position und Kultur der anderen mit ihren Unterschieden zu schärfen und durch das Bewusstwerden der Gemeinsamkeiten und des Miteinanderlebens kreativen Raum zur gemeinsamen Gestaltung der Zukunft in Europa zu geben.

Folgende Inhalte werden u.a. thematisiert:

* Förderung der internationalen Völkerverständigung

* Theater-Workshop zur interkulturellen Kommunikation

* Gemeinsame Erinnerungskultur – Exkursion zur Gedenkstätte Hadamar

* Sensibilisierung der Jugendlichen zum europäischen Bewusstsein

Zielgruppe:   Die Begegnung richtet sich an Jugendliche zwischen 16-21 Jahren. Es sind keine Polnischkenntnisse nötig, da die polnischen Begleitpersonen zweisprachig (Deutsch/Polnisch) sind. Es besteht explizit die Möglichkeit sich als gesamte Jugendgruppe (10-15 Teilnehmende) anzumelden.

Weitere Informationen zu erfragen bei Philipp Schlicht, schlicht@lja.de Tel. 02681-951627

Alles Gute im Neuen Jahr

Der Vorstand der Deutsch-Polnischen Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland e.V. und die Redaktion „POLEN und wir“ wünschen allen Leserinnen und Lesern geruhsame Feiertage und alles Gute im Neuen Jahr.

Neue Ausgabe erschienen

Die neue Ausgabe 1/2015 der Zeitschrift POLEN und wir ist erschienen und ausgeliefert. Aus technischen Gründen kann sie erst in den ersten Januartagen im Online-System eingestellt werden. Wir bitten um Verständnis.

Zugverbindungen eingestellt

Die erst im August 2014 aufgenommene neue Zugverbindung zwischen Poznan und Frankfurt/Oder soll zum 31.12. bereits wieder eingestellt werden. Die Verbindung wurde von der DB durchgeführt, jedoch von der polnischen Bahn bestellt und bezahlt. Jetzt hat Polen die Verbindung abbestellt. Dabei sollte eben ein günstiges Posen-Ticket eingeführt werden.

Kurz zuvor wurde – pünktlich zum Fahrplanwechsel am 14.12.2014 – auch die Verbindung Hamburg-Berlin-Wroclaw eingestellt. Der EC Wawel war ursprünglich zwischen Berlin und Kraków (Krakau) verkehrt, dann auf Hamburg erweitert worden. Doch Fahrplanänderungen um in Berlin bessere Anschlüsse zu haben, führten in Kraków zu einer Verschlechterung der Verbindungen. So war aus der Region im Südosten der Morgenzug nach Berlin danach nicht mehr erreichbar. Auch abends gab es nur noch nach längerer Wartezeit einen Spätzug in die Südost-Region. So wurde die Verbindung Krakau-Berlin immer weniger genutzt. Nicht zuletzt auch, weil der Zug eine extrem lange Fahrzeit hatte, während die Autobahn jetzt gut ausgebaut wesentlich schnelleres Fortkommen ermöglichte. Die Folge: Eine Verkürzung der Strecke auf Wroclaw-Berlin-Hamburg. Nun wurde mit dem Wawel auch die letzte direkte Verbindung zwischen Berlin und Wroclaw gestrichen.

Protestaktion anlässlich der letzten Fahrt des EC Wawel. Politiker und Wirtschaftsvertreter forderten bei der symbolischen Kranzniederlegung drei tägliche Verbindungen zwischen Berlin und Wroclaw(Breslau). Foto: Forster

Protestaktion anlässlich der letzten Fahrt des EC Wawel. Politiker und Wirtschaftsvertreter forderten bei der symbolischen Kranzniederlegung drei tägliche Verbindungen zwischen Berlin und Wroclaw(Breslau). Foto: Forster

Ausgabe 4/2014

POLEN und wir, Heft 4/2014 vom 1.10.2014

Die Ausgabe 4/2014 erscheint am 1. Oktober 2014 und sollte bis spätestens 4.10. bei den Abonnenten sein.  Hier finden Sie die PDF-Ausgabe 2014-4 und einige ausgewählte Texte.

In der Ausgabe 4/2014, Heft 109 im 31. Jahrgang finden Sie:

Seite 3 Zwischen Angst und Größenwahn
Der ukrainisch-russische Konflikt rief die alten Dämonen der
polnischen Russenfeindlichkeit ins Leben zurück

Seite 5 Ein irrwitziges Strohfeuer – Neue Rechte im EU-Parlament

Seite 6 75. Jahrestag Überfall auf Polen – Gedenkfeier im Bundestag

Seite 7 Versuche der Umdeutung – Kommentar

Seite 8 Die Erinnerung verteidigen

Seite 9 Gewaltbereiter Rassismus

Seite 10 Im Zeichen der Zeitzeugen
70 Jahre nach dem Warschauer Aufstand

Seite 12 Das weibliche Gesicht des Aufstands

Seite 14 Beispiel für Krisenlösung – 25 Jahre Runder Tisch

Seite 16 Die Macht verfault – Bewegung für soziale Gerechtigkeit

Seite 17 Pole-Position – Reise zum unbekannten Nachbarn

Seite 18 Lager Kiesgrube – Schulprojekt in Dresden

Seite 19 “Deutschland – meine Leidenschaft”
Zum Tod von Mieczysław Tomala

Seite 20 Wir wollen kein Gas – Protest gegen Fracking

Seite 21 Menschenkette gegen Braunkohle

Seite 22 Neiße wurde wieder Bindeglied

Seite 24 Wie lernt man beim Radfahren polnisch?

Seite 25 Zwischen Oder und Bug – Polen und seine Grenzen

Seite 26 Frankfurt(Oder)-Poznan – Neue Zugverbindung

Seite 28 Neue Philharmonie erstrahlt in Szczecin

 

Neue Regierung

Die neue polnische Ministeriräsidentin Ewa Kopacz.  Foto: Jarosław Kruk/Wikipedia

Die neue polnische Ministeriräsidentin Ewa Kopacz. Foto: Jarosław Kruk/Wikipedia

Dass nach der geplanten Ernennung von Premier Tusk zum EU-Ratspräsidenten Polen einen neuen Premierminister braucht war klar. Dass die bisherige Sejm-Marschallin (Parlamentspräsidentin) Ewa Kopacz dafür vorgesehen war, ebenfalls. Überraschend jedoch sowohl die schnelle Ernennung wie die ebenso schnelle Benennung des neuen Kabinetts am Freitag, 19. September. Das neue Kabinett, dem sechs Frauen angehören, soll am Montag, 22.9.  vereidigt werden und muss noch eine Vertrauensabstimmung im Parlament bestehen. Die Regierungserklärung der neuen Ministerpräsidentin ist für 1. Oktober geplant. Spätestens im Herbst kommenden Jahres müssen Parlamentswahlen stattfinden.

Die am 3. Dezember 1956 in Skaryszew geborene Ewa Bożena Kopacz ist von Haus aus Kinderärztin Nach dem Studium an der Medizinischen Akademie Lublin leitete sie bis 2001 ein unabhängiges Ärztehaus in Szydłowiec. Zugleich war sie 1998 bis 2001 als Beraterin im Woiwodschaftsparlament Masowiens tätig.1994 bis 2001 gehörte Kopacz der liberalen Partei Freiheitsunion (poln. Unia Wolności) von Tadeusz Mazowiecki an. Im Vorfeld der Parlamentswahlen 2001 trat sie der liberal-konservativen Bürgerplattform (poln. Platforma Obywatelska) bei. Nach der vorgezogenen Parlamentswahl 2007 wurde sie unter Tusk Gesundheitsministerin. In dieser Funktion brachte sie noch im selben Jahr die in Polen kontrovers diskutierte Unterstützung für In-Vitro-Fertilisation (Reagenzglasbefruchtung) ins Gespräch, was ihr scharfe Kritik vonseiten des polnischen Klerus einbrachte.Nach den Parlamentswahlen 2011 wurde Kopacz zur ersten weiblichen Parlamentspräsidentin gewählt.

Die größte Überraschung im Kabinet Kopacz ist sicherlich der neue Außenminister Grzegorz Schetyna. Der frühere Innenminister und Parlamentspräsident war vor Jahren von Tusk aufs Abstellgleis gestellt worden und galt als Rivale von Ewa Kopacz für das Amt des Parteichefs.  Der frühere Solidarnosc-Aktivist ist jedoch nicht unumstritten. „Die Außenpolitik ist nicht gerade sein Spezialgebiet“, sagte der Links-Abgeordnete Tadeusz Iwinski. „Er fühlt sich in der Innenpolitik wohler.“

Die Entlassung des bisherigen Außenministers Radoslaw Sikorski, er soll Kopacz im Amt als Sejm-Marschall nachfolgen, dürfte dem Einwirken von Präsident Komorowski geschuldet sein. Ebenso der Bedeutungszuwachs von Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak der nun die Funktion des Vize-Premier mit übernimmt.

Mit Interesse erwarten Beobachter nun, ob der neue Ressortchef eine Kurskorrektur in der polnischen Außenpolitik vornehmen wird. Sikorski hatte in der Ukraine-Krise eine ausgesprochen russland-kritische Haltung vertreten. Sikorskis zudem durch die Veröffentlichung von Tonbandaufzeichnungen, in denen er sich abfällig über die USA äußerte in die Kritik geraten.

Die Medien gehen nun davon aus, dass die neue polnische Regierung eine zurückhaltendere Ukraine-Politik führen will. Kopacz erklärte dazu, dass sich Polen „wie eine vernünftige Frau verhalten“ solle, der vor allem „die Sicherheit ihres Hauses und ihrer Kinder“ ein Anliegen sei. Mit diesen Worten schloss sie nach Medienberichten Waffenlieferungen an Kiew aus.

 

Neue grenzüberschreitende Bahnverbindung

Neue Zugverbindung Frankfurt(Oder) - Poznań

Neue Zugverbindung Frankfurt(Oder) – Poznań

Das ist Rekord. Nur vier Wochen nach Abschluss der Verhandlungen zwischen der Deutschen Bahn (DB Regio) und ihrem polnischen Partner Przewozy Regionalne (PR) startete am 8. August 2014 die neue Regionalzugverbindung Frankfurt(Odeer – Poznan. Nach rund zweijähriger Pause gibt es somit wieder eine Direktverbindung der beiden Städte im Regionalverkehr. Zweimal täglich werden die Regionen Wielkopolska so mit Brandenburg verbunden, jeweils mit Zwischenhalt in Slubice, Kunowice, Rzepin, Torzyn, Swiebodzin, Zbaszynek, Zbaszyn, Nowy Tomysl, Opalenica, Buk und Poznan Gorzyn.

Tomasz Pasikowski, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor von Przewozy Regionalna und Wojciech Jankowiak, Vizeparschall der Wojewodschaft Wielkopolska unterzeichneten in Poznan anlässlich der Aufnahme der Verbindung einen Vertrag, mit dem die Region den Betriebsauftrag an PR gab. Wie in Deutschland, wird der Regionalverkehr durch die jweilige Wojewodschaft beauftragt und finanziert. Allerdings gibt es zusätzliche staatliche Finanzmittel durch die grenzüberschreitende Verbindung. Partner DB steuerte die beiden Züge der Reihe 646 bei, welche die Zulassung für beide Ländern haben.

Das Zugpaar wurde dann zur Eröffnung gleich zweimal auf den Namen „Frankfurt(Oder – Poznan“ getauft. Einmal in Poznan, in Anwesenheit von Vizemarschall Wojciech Jankowiak, PR-Direktor Tomasz Pasikowski und DB-Regionalleiter Nordost Andreas Zylka, sowie nach der Rückfahrt als Sonderzug in Frankfurt(Oder) durch Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger und Frankfurts Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke, die ihre Gäste, darunter Krzyztof Pawlak, Vizedirektor P?rzewozy Regionalna (Regionalverkehr), traditionall mit Brot und Salz begrüßten.

Vertragsunterzeichnung zum Start der neuen Zugverbindung: Tomasz Pasikowski, Vorstandsvorsitzender PR (rechts) und Wojciech Jankowiak, Vizemarschal Wielkopolski.

Vertragsunterzeichnung zum Start der neuen Zugverbindung: Tomasz Pasikowski, Vorstandsvorsitzender PR (rechts) und Wojciech Jankowiak, Vizemarschal Wielkopolski.

Vertreter beider Regionen und Bahnen unterstrichen die Bedeutung der neuen Verbindung für die grenzüberschreitenden Begegnungen, besonders auch für die Studenten von der deutsch-polnischen Universität Viadrina, dem Collegium Polonicum und der Universität Poznan. Allerdings irritierte anwesende Pressevertreter die Tatsache, dass erst nach Aufnahme des Regelverkehrs über die künftige Preisgestaltung verhandelt werden soll. Bislang sind zwar die innerpolnischen Verbindungen auf dieser Strecke preiswert. So kostet ein Ticket von Poznan nach Slubice nur 43,90 zl (10,40 €). Wenige Meter weiter über die Oderbrücke nach Frankfurt kostet das Ticket nach dem internationalen Taruf bereits 24,10 Euro. Von Poznan nach Berlin (Anschluss in Frankfurt an den Interregion Linie 1) wäre für den Regionalzug bereits ein Betrag von 40 Euro fällig. Im Vergleich: Im Warschau-Berlin-Express sind inclusive Reservierung 43,60 Euro fällig, allerdings kann man dafür zuggebundene Sparpreistickets für 19 Euro erwerben. Mit dem Express geht es also schneller, komfortabler und das zum halben Preis.

Das soll aber besser werden. Vertreter des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg nahmen an der Eröffnungsfahrt teil und versicherten, über die schnelle Einführung eines „Poznan-Tickets“ zu verhandeln. (Vergleichbar: Berlin-Stettin-Ticket kostet 10 Euro und ist auch in Straßenbahn und Bus in Szczeczin gültig). Wann eine entsprechende Regelung in Kraft tritt, ist jedoch noch offen.

Die neue Zugverbindung startet täglich um 6.40 und 15.06 ab Poznan sowie um 12.13 und 20.17h aus Frankfurt(Oder). Die Fahrtdauer ist knapp über 2 Stunden.

Poznan-Frankfurt soll übrigens nicht die letzte neue grenzüberschreitende Verbindung sein. Gegenüber „POLEN und wir“ erklärte DB-Regio Regionalleiter Andreas Zylka, dass bereits intensiv über weitere Verbindungen verhandelt wird. Wunschziel sei auch eine Verbindung von Berlin über Stettin hinaus bis Kołobrzeg (Kolberg).

 

Streckeneröffnung in Poznan. v.li: Tomasz Pasikowski, Vorstandsvorsitzender PR, Wojciech Jankowiak, Vizemarschal Wielkopolski und Andreas Zylka, DB Regio.

Streckeneröffnung in Poznan. v.li: Tomasz Pasikowski, Vorstandsvorsitzender PR, Wojciech Jankowiak, Vizemarschal Wielkopolski und Andreas Zylka, DB Regio.

Eine Musikkapelle begrüßte in Poznań den einfahrenden Sonderzug.

Eine Musikkapelle begrüßte in Poznań den einfahrenden Sonderzug.

Zur Eröffnung der Verbindung wurde das obligatorische Band durchschnitten von links: Tomasz Pasikowski, Vorstandsvorsitzender PR, Wojciech Jankowiak, Vizemarschal Wielkopolski und Andreas Zylka, DB Regio.

Zur Eröffnung der Verbindung wurde das obligatorische Band durchschnitten von links: Tomasz Pasikowski, Vorstandsvorsitzender PR, Wojciech Jankowiak, Vizemarschal Wielkopolski und Andreas Zylka, DB Regio.

Zugtaufe in Poznan

Zugtaufe in Poznan

Andreas Zylka tauft den Zug in Poznań mit Champagner.

Andreas Zylka tauft den Zug in Poznań mit Champagner.

Przewozy Regionalne, das polnische Gegenstück zur deutschen DB Regio.

Przewozy Regionalne, das polnische Gegenstück zur deutschen DB Regio.

Anlässlich der Eröffnungsfahrt wurde ein Zuglaufschild von den Ehrengästen in Poznań unterschrieben.

Anlässlich der Eröffnungsfahrt wurde ein Zuglaufschild von den Ehrengästen in Poznań unterschrieben.

Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger undFrankfurts OB Martin Wilke (von rechts) begrüßen ihre Gäste mit Brot und Salz.

Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger undFrankfurts OB Martin Wilke (von rechts) begrüßen ihre Gäste mit Brot und Salz.

Zugtaufe die Zweite, diesmal in Frankfurt(Oder)

Zugtaufe die Zweite, diesmal in Frankfurt(Oder)

Gastgeschenk von Frankfurts OB Wilke für Krzysztof Pawlak, PR, und Andreas Zylka, DB Regio: Jeweils eine Abbildung des Frankfurter Bahnhofs aus dem Jahr 1840.

Gastgeschenk von Frankfurts OB Wilke für Krzysztof Pawlak, PR, und Andreas Zylka, DB Regio: Jeweils eine Abbildung des Frankfurter Bahnhofs aus dem Jahr 1840.

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Die Frankfurter hatten sich etwas besonderes einfallen lassen: Ein Champagner zur Zugtaufe mit eigenem Etikett für diesen besonderen Tag.

Die Frankfurter hatten sich etwas besonderes einfallen lassen: Ein Champagner zur Zugtaufe mit eigenem Etikett für diesen besonderen Tag.

Im Sonderzug wartete ein polnisches Buffet auf die Gäste der Eröffngszeremonie

Im Sonderzug wartete ein polnisches Buffet auf die Gäste der Eröffngszeremonie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: KonTakT-Press Karl Forster